Poysbrunn

Update am 14. Februar 2018, 08:41

von Michael Pfabigan

Großeinsatz für die Feuerwehren in Poysbrunn. Großeinsatz für die Feuerwehren: Die Poysbrunner Hackschnitzelanlage am Ortsrand brannte am Morgen des 12. Februars komplett ab.

Großeinsatz für die Feuerwehren: Die Poysbrunner Hackschnitzelanlage am Ortsrand brannte am Morgen des 12. Februars komplett ab. Mittlerweile ist klar, dass die Lagerhalle komplett abgebrannt, die Heizungshalle mit dem Kessel aber nur leicht beschädigt ist.

Rund 140 Kräfte im Einsatz

13 Feuerwehren mit rund 140 Mitgliedern waren ab 5.20 Uhr im Einsatz, nachdem ein Nachbar den Brand in der Biomasseanlage bemerkt und Alarm geschlagen hatte. Als die FF Poysbrunn am Einsatzort eintraf, stand das Gebäude bereits im Vollbrand.

Wegen des starken Funkenfluges bestand kurzzeitig die Gefahr, dass das Feuer auf benachbarte Einfamilienhäuser übergreifen könnte. Der rasche Einsatz der Wehren verhinderte aber Schlimmeres. Das brennende Heizwerk selbst hatten die Feuerwehrmänner dann rasch im Griff, Probleme bereitete einzig die Tatsache, dass der Wind die brennenden Hackschnitzel immer wieder anfeuerte.

„Wir haben alljährlich eine Übung hier beim Fernheizwerk und so verfügen wir auch über gute Ortskenntnisse“, sagt Poysbrunns Feuerwehrkommandant erläuterte Markus Schrempf. Insofern habe die Zusammenarbeit der Wehren gepasst.

Nach Brand: Haushalte ohne Heizung

Am Vormittag waren auch die Brandermittler der Polizei vor Ort. Zu Redaktionsschluss war noch nicht klar, wodurch der Brand im Fernheizwerk ausgelöst worden war. Rund 112 Haushalte in Poysbrunn nützen die Fernwärme des Ortes. Sie gilt als ein Vorzeigeprojekt, wie man gemeinsam als Genossenschaft hier zusammenarbeiten kann.

Einige Haushalte verfügen noch aus früherer Zeit über alte Heizungen und machten diese während des Tages wieder fit. Wobei: Bereits am Nachmittag wurde ein mobiles Heizwerk geliefert, das in der Heizungshalle angeschlossen wurde und seit den Abendstunden wieder für Wärme und Energie in den Poysbrunner Haushalten sorgt.

Von den Feuerwehren waren rund 140 Feuerwehrmitglieder im Einsatz. Am Vormittag konnte die Mannschaft auf 70 bis 80 Personen verkleinert werden.

Wo ist der Brand ausgebrochen, was war der Grund dafür? Diesen Fragen gehen seit dem Unglück die Spezialisten der Polizei nach. Auch die Versicherungen sind hier natürlich aktiv eingebunden.