Stronsdorf

Erstellt am 12. Januar 2018, 05:00

von Susanne Bauer

Fraktionsführer treten gegen das Budget auf. Zwei Mandatare konnte die ÖVP nicht für ihre Geldpläne gewinnen: Vater (SP) und Sohn (FP) Neusser sind skeptisch.

Symbolbild  |  Bilderbox.com

Ein ausgeglichener Voranschlag für 2018 wurde in dieser Sitzung präsentiert, beraten und auch mehrheitlich beschlossen. Die Mandatare der ÖVP stimmten mit VP-Bürgermeisterin Karin Gepperth geschlossen für den Voranschlag.

Die Opposition hingegen war sich nicht ganz einig, da die anwesenden Gemeinderäte dafür stimmten, aber die beiden Fraktionsführer Vater Harald Neusser von der SPÖ und Sohn Harald Neusser von der FPÖ dagegen. „Da teilweise die Vorgaben des Landes NÖ nicht eingehalten wurden und für die Errichtung und Adaptierung eines Jugendheimes sogar 75.000 € veranschlagt wurden, konnte ich nicht dafür stimmen.

Neusser (SPÖ): Geld für Straßenbau verwenden

Wichtiger wäre, das Geld für den Straßenbau und Gehsteigsanierung zu verwenden. Die Jugendlichen hätten in den Räumlichkeiten der ehemaligen Polizei ohne viel Aufwand Platz gehabt“, begründete Neusser (SPÖ) seine Gegenstimme.

Ähnlich sieht das Harald Neusser von der FPÖ und ergänzt: „Obwohl die Gemeinde gemäß Voranschlag finanziell einigermaßen gut situiert ist, was aber meiner Meinung nach zulasten diverser Ortsabschnitte in der KG aufgrund von desolaten Straßen und Gehsteigen geht, werden keine Rücklagen gebildet. Stattdessen werden gewisse Positionen höher veranschlagt als tatsächlich benötigt, so generiert man sich dann künstlich einen Überschuss.“

Neusser (FPÖ): "Geplante Summen reichen nie aus"

Auch der schlechte bauliche Zustand des Kindergartens passt dem FP-Mandatar nicht. Dazu gibt er der NÖN auf Anfrage folgende Auskunft: „Von der FPÖ wurde bereits in der Sitzung vom 15.12.2015 ein Dringlichkeitsantrag betreffend der Erstellung eines Sanierungskonzepts eingebracht – die Konzepterstellung wurde abgelehnt. Die Bürgermeisterin gab damals zu Protokoll, dass Vorarbeiten zur Sanierung schon eingeleitet wurden und die Sache im Gange sei.“

Bis heute sei jedoch kein Konzept erstellt und beschlossen worden. „Die geplanten Summen reichen nie aus, um in Stronsdorf vernünftige Maßnahmen einzuleiten. Ich hoffe, dass sich hier noch etwas in Form eines Nachtrages tut, damit die dringenden Arbeiten in Stronsdorf geplant und begonnen werden können“, so Neusser.