Mistelbach , Wilfersdorf

Erstellt am 10. Januar 2018, 12:53

von Redaktion noen.at

Wilfing zu A5: „Weinviertel ist auf der Überholspur“. Studie belegt positive Auswirkungen durch Bau der A5. Plus 5,6 Prozent BIP-Wachstum und 955 zusätzliche Arbeitsplätze im Weinviertel.

LAbg. Kurt Hackl, ASFINAG-Vorstand Klaus Schierhackl, Landesrat Karl Wilfing, Tobias Thomas von Eco Austria, Betriebsführer Herbert Rutschka und Wolfgang Schwarzbauer von Eco Austria.  |  NLK Filzwieser

„Mit der A5 ist das Weinviertel in eine neue Zeitrechnung in Bezug auf die Wiedergewinnung der Lebensqualität der Menschen und den wirtschaftlichen Aufschwung eingetreten. Im Jahr 1998 haben wir mit diesem Projekt einen Meilenstein ins Rollen gebracht, der meinen eigenen politischen Weg vom Stadtrat bis zum Landesrat 20 Jahre lang persönlich begleitet hat“, sagte Landesrat Karl Wilfing am Mittwoch im Wirtschaftspark A 5 Mistelbach/Wilfersdorf, wo er gemeinsam mit ASFINAG-Vorstand Klaus Schierhackl sowie Tobias Thomas und Wolfgang Schwarzbauer von Eco-Austria eine Studie über die A5 und ihr positiven Effekte auf Wirtschaft und Arbeit präsentierte.

Die A5 Weinviertelautobahn sei nicht nur wichtig für die Menschen und ihre Wohnqualität, sagte Wilfing und erinnerte dabei an 4.107 Lkw pro Tag im August des Vorjahres bzw. Wartezeiten von mehr als 30 Minuten: „Heute ist das anders. Zum ersten Mal nach vielen Jahren können wir wieder auf- und durchatmen, die Lebensqualität ist immens gestiegen“.

Mit der A 5 sei zudem ein regelrechter Hemmschuh für die Entwicklung der Region beseitigt worden, betonte der Landesrat und unterstrich: „Durch die bessere und schnellere Anbindung gibt es jetzt die besten Voraussetzungen für die Wirtschaft einerseits und die Pendlerinnen und Pendler andererseits“. Die beim Institut für Wirtschaftsforschung Eco-Austria in Auftrag gegebene Studie belege, so Wilfing weiter, dass Infrastrukturmaßnahmen wie der Bau der A 5 positive regionalwirtschaftliche Effekte erzielten und sich durch den fiskalischen Rückfluss teilweise selbst finanzierten. Auch in Bezug auf den Tourismus erwarte er sich diesbezüglich positive Effekte.

„Die für mich zentralen Punkte der Studie sind die Steigerung der Erreichbarkeit und die Steigerung des Bruttoinlandprodukts und der Arbeitsplätze“, hob der Landesrat hervor und präzisierte: „Die Erreichbarkeit des Weinviertels ist um 13,1 Prozent gestiegen, das bedeutet vor allem eine Verkürzung der Reisezeit und eine Verbesserung der Standortqualität. Ein Poysdorfer etwa erspart sich durchschnittlich 20 Minuten Fahrzeit pro Tag - das bedeutet fast drei Tage mehr Freizeit im Jahr“.

In Bezug auf BIP und Arbeitsplätze sprach Wilfing von einem BIP-Wachstum durch die A 5 von 1,6 Prozent bzw. einem Beschäftigungsplus von 4.900 Arbeitsplätzen für Niederösterreich, von einem BIP-Wachstum von 5,6 Prozent bzw. einem Beschäftigungsplus von 955 Arbeitsplätzen für das Weinviertel resp. einem BIP-Wachstum von 2,7 Prozent bzw. einem Beschäftigungsplus von 493 Arbeitsplätzen für die Region A 5 Nord. Die steuerlichen Mehreinnahmen liegen demnach in der Höhe von 31 Millionen Euro, der Rückfluss durch fiskalische Effekte beträgt rund ein Drittel.

„Die zentralen Verbesserungen durch die A 5 liegen also in einer immens höheren Lebensqualität in den Ortskernen, in der Verlagerung des Ortsdurchzugsverkehrs, in einer Zunahme der Verkehrssicherheit, in schnelleren Anbindungen, in einer enormen Verbesserung für die Pendler sowie in der Attraktivierung des Weinviertels bei gleichzeitiger Schaffung von wichtigen Arbeitsplätzen. Zusammenfassend lässt sich also sagen: Das Weinviertel ist mit der A 5 auf der Überholspur“.

Schierhackl bedankte sich bei Landesrat Wilfing und bei der gesamten Region für die Unterstützung beim Bau der A5 sowie beim Land Niederösterreich für die Vorarbeiten zu einer Trassenführung, die sich bestens bewährt habe: „Die A 5 ist eine sehr gute Lösung sowohl in Bezug auf die internationale Verbindung als auch die regionalen Bedürfnisse. Die Verkehrsmenge auf der A 5 in der Höhe von 20.000 Pkw entspricht dem Plan, gleichzeitig ist die B 7 leer geworden“.

Auch Herbert Rutschka, Betriebsleiter der Firma Audio Tuning / Pro-Ject Audio, in deren Räumlichkeiten die Präsentation stattfand, bedankte sich bei Landesrat Wilfing für die A 5, ohne die es nicht zu einer Ansiedlung an diesem Standort gekommen wäre. Audio Tuning / Pro-Ject Audio ist im HiFi-Bereich tätig und Weltmarktführer bei Plattenspielern. Im Vorjahr wurden davon 130.000 Stück in 80 Länder der Welt verkauft; die Firma beschäftigt 40 Mitarbeiter, 25 davon im Wirtschaftspark A 5 Mistelbach/Wilfersdorf.