Gumpoldskirchen

Erstellt am 14. Januar 2018, 05:36

von Andrea Rogy

Debatten ums Geld nach Budget-Voranschlag. Der Haushalt 2018 stellt viel für bauliche Sanierungen bereit. Skaterpark und Adventure Golf werden konkreter.

Bürgermeister Ferdinand Köck sucht einen neuen Investor für das Betriebsgebiet „Ruffenbrunn“.  |  VP

Im Gemeinderat wurde das Budget für das Jahr 2018 mit den Stimmen von ÖVP (11) und FPÖ (1) beschlossen. SPÖ und Grüne stimmten dagegen. Beide Mandatare der AG enthielten sich der Stimme.

Im Vordergrund des ordentlichen Haushaltes (11,6 Millionen Euro) stehen Sanierungen im Bereich Wasser und Kanal. Im außerordentlichen Haushalt (4,6 Millionen Euro) wurden „Zukunftsprojekte“, wie sie Bürgermeister Ferdinand Köck, ÖVP, nennt, veranschlagt. Bereits im Frühjahr sollen die Detailplanungen für einen Skaterpark, der gegenüber des Sportplatzes errichtet werden wird, beginnen. „Die Widmung ist nun rechtskräftig geworden. Auf dem Gelände sollen außerdem ein Workout-Park zur körperlichen Ertüchtigung im Freien sowie eine Adventure Golf-Anlage errichtet werden“, erzählt der Ortschef.

Im Bereich der baulichen Sanierungen stehen in diesem Jahr einige größere Projekte in der Gartengasse, der Schmidtgasse und der Bründlbachgasse an. In der Wenzelstraße werden Rückbauten zur Verkehrsberuhigung durchgeführt. Köck begründet: „Dort sollen die Autos nicht mehr so schnell durchfahren können.“ Insgesamt wurden 775.000 Euro für den Straßenbau budgetiert.

Entwicklung des Gewerbegebiets

In der Nähe der neuen Brücke in der Industriestraße soll neben dem Radweg entlang des Wiener Neustädter Kanals ein neuer Rastplatz errichtet werden. Ein neuer Fußweg wird vom Graner-Parkplatz zur Mödlinger Straße führen. Köck will auch das Gewerbegebiet weiter entwickeln. Auch Schulden werden abgebaut. Die Verbindlichkeiten der Gemeinde werden um 420.000 Euro reduziert.

Die Opposition sieht den Budget-Voranschlag nicht ganz so rosig. SPÖ-Fraktionsvorsitzender Ernst Spitzbart ärgert sich, dass die überschüssigen Einnahmen aus den Bereichen Wasser und Abwasser nicht dem außerordentlichen Haushalt zugeführt wurden: „Es ist nicht in Ordnung, dass Überschüsse im Budget verschwinden und später Gebührenerhöhungen damit gerechtfertigt werden, dass man hohe Kredite im Bereich Wasser und Abwasser offen hat.“

„Gemeinde hat für nichts mehr Geld“

Auch die Grünen haben dem Budget nicht zugestimmt. Tilman Voss kritisiert: „Unsere Gemeinde hat für nichts mehr Geld. Ich sehe keinen finanziellen Spielraum, um jenseits der Kanalsanierung und des Straßenbaus irgendwelche gestalterischen Projekte durchzuführen. Das ist nicht zukunftsfähig.“