Hennersdorf

Erstellt am 11. Januar 2017, 05:29

von Johannes Taschler

Schock für Besitzerin: Hunde rissen Alpaka. Jagdhund und Mischling hatten es auf ein südamerikanisches Tier abgesehen; es musste eingeschläfert werden.

Für Alpaka „Anita“ bestand keine Hoffnung mehr.  |  privat

Alpakas (eine südamerikanische Kamelart) hatten es auf der Farm im Ort bislang ruhig. Doch kurz nach Mitternacht ereignete sich vergangene Woche im Gehege ein trauriger Zwischenfall. Ein Jagdhund und ein Mischling eines Ortsansässigen machten sich selbstständig, gingen in weiterer Folge auf die Tiere los und rissen Alpaka-Weibchen Anita.

Eine Zeugin (Name der Redaktion bekannt) konnte die Hunde sofort ihrem Besitzer zuordnen und führte sie gemeinsam mit ihm aus dem Gehege. Die Hunde zeigten sich dabei sehr menschenfreundlich, waren in dieser Situation also offensichtlich nur für andere Tiere eine Gefahr.

Der Tierarzt eilte der schwer verletzten Alpaka-Dame zu Hilfe, nähte die Wunden und verabreichte Schmerzmittel. Zu späterer Stunde musste Anitas Besitzerin jedoch die Entscheidung treffen, das Tier zu erlösen.

Die Polizei könne in so einem Fall nicht viel machen. Man warte nun auf die Begutachtung der Wunden durch den Amtstierarzt, erklärte Bürgermeister Ferdinand Hausenberger, ÖVP. „Der stellt dann die Gefährlichkeit der Hunde fest. Sollte ein Hund laut Amtsarzt generell eine große Gefahr darstellen, darf der Bürgermeister entscheiden, ob die Veränderung der Unterbringung oder gar ein Hundehalteverbot sinnvoll ist. Es ist natürlich schlimm, wenn es zu derartigen Vorfällen kommt.“

Die Betreiber des Alpaka-Hofes wollten kein Statement abgeben.