Kaltenleutgeben

Erstellt am 09. Februar 2018, 04:17

von Daniela Purer

Tempo-Kontrollen: Wirbel um 30er-Zonen. Drei Geschwindigkeitsbeschränkungen zwischen Kaltenleutgeben und Wien sind für viele nicht nachvollziehbar.

Bernadette Schöny vor der 30er-Zone, dahinter wird geblitzt.  |  privat

Auf dem Weg nach Kaltenleutgeben und retour befinden sich mittlerweile drei 30er-Zonen. Für viele Bürger ist dies nicht nachvollziehbar. „Diese Geschwindigkeitsbeschränkungen bei der Waldmühle, der Polsterermühle und am Ende der Kaltenleutgebner Straße sind eine Zumutung für jeden Autofahrer,“ findet Gemeinderätin Bernadette Schöny, ÖVP.

Sie ärgert sich auch über die „Busspur“ bei der Waldmühle: „Die ist so gebaut, dass man den Bus, wenn er in der Haltestelle steht, nicht überholen kann, weiter stadteinwärts bei der Polsterermühle allerdings schon.“ Als Draufgabe werden in den letzten Tagen nahezu stündlich Radarkontrollen durchgeführt. Die Landespolizeidirektion Wien verwies auf NÖN-Anfrage an das Magistrat der Stadt Wien, während die wiederum den Ball der Polizei zuspielte. Um private Sheriffs dürfte es sich laut Liesings-Bezirksvorsteher Gerald Bischof, SP, nicht handeln.

Die VP Kaltenleutgeben habe jedenfalls zum Thema „30er- Zonen“ schon den dritten Brief an Wiens SP-Bürgermeister Michael Häupl verfasst: „Alle sind bisher unbeantwortet geblieben.“ Auch die über 700 Unterschriften aus der Bevölkerung scheinen ihn nicht zu beeindrucken, betonte Schöny.

Kaltenleutgebens Bürgermeister Josef Graf, SPÖ, erklärt: „Zwei Zonen sind in Wien. Unsere Zone vor der Schule gilt nur während der Betriebszeiten. Ich halte die Zonen in Wien ebenfalls nicht für gerechtfertigt.“ Auch er hofft auf Antwort aus der Bundeshauptstadt.