Vösendorf

Erstellt am 08. Februar 2018, 04:52

von Johannes Taschler

„Elektro Haas“: Das Ende ist besiegelt. Im Rahmen des Sanierungsverfahrens bot sich keine neue Chance für die Rettung des Elektrohändlers. 20 Jobs weg.

Die signifikante Pyramide beim Haupteingang ist bereits abgebaut, Elektro Haas im SCS-Park Geschichte.  |  Dworak

Bereits im Oktober wurde die Insolvenz des 1968 gegründeten Gerasdorfer Elektrohändlers „Haas“ verlautbart, dessen Verbindlichkeiten sich auf rund 36 Millionen Euro beliefen. Zu diesem Zeitpunkt stand für Geschäftsführer Wolfgang Pelz gegenüber der NÖN eines ganz klar fest: Das Unternehmen soll an beiden Standorten – Gerasdorf und SCS – fortgeführt werden: „Wir wollen an unseren Stärken, vor allem an der Service- und Beratungsqualität festhalten.“

So bemühte man sich intensiv um Lösungsansätze wie zum Beispiel Sortimentoptimierung und Spezialisierung auf Küchen und Haushaltsgeräte. Auch konkrete Details zur Veränderung des SCS-Standortes wie die Verkleinerung der Verkaufsfläche von 5.000 Quadratmeter auf etwa die Hälfte wurden bekannt.

Verhandlungen sind gescheitert

Zum Stand der Planung wären in Vösendorf 20 Mitarbeiter, also etwa die Hälfte aller an diesem Standort tätigen Personen, von der Insolvenz betroffen gewesen. Schließlich kam aber alles anders und die Sanierung des niederösterreichischen Unternehmens scheiterte.

Gerhard Weinhofer vom „Verband Creditreform“ erklärt die Hintergründe im NÖN-Gespräch: „Nachdem die Verhandlungen mit Finanzinvestoren und strategischen Partnern gescheitert sind, hat das Unternehmen den Sanierungsantrag samt Sanierungsplanvorschlag zurückgezogen.“

In weiterer Folge habe sich „kein finanzkräftiger Interessent gefunden“. Die schlussendliche Vorgehensweise lag beim zuständigen Masseverwalter Matthias Schmidt, der die Schließung des Unternehmens mit 31. Jänner verkündete. In der SCS war jedoch schon am 15. Jänner Schluss. Vom Center-Management der Shopping City Süd war zu erfahren, dass sich für zwei Drittel des ehemaligen Haas-Objektes im SCS-Park bereits neue Mieter gefunden hätten. Die Vergabe des letzten Drittels sei gerade im Gange. Um welche Unternehmen es sich handle, dürfe noch nicht kommuniziert werden. Was durchsickerte: es soll sich um einen Anbieter aus der Sport-Branche handeln. Vom ehemaligen Haas-Management konnte niemand für eine aktuelle Stellungnahme erreicht werden.