Brand-Laaben

Erstellt am 11. Januar 2017, 07:44

Ein Todesopfer bei Wohnhausbrand. Bei einem Wohnhausbrand in Brand-Laaben ist in der Nacht auf Mittwoch ein Mann ums Leben gekommen. Der Bewohner wurde leblos im Obergeschoß entdeckt.

APA/FEUERWEHR Brand Laaben

 Er dürfte im Schlaf von den Flammen überrascht worden sein, berichtete das Landesfeuerwehrkommando NÖ. Obwohl innerhalb weniger Minuten neun FF mit 120 Mitgliedern vor Ort waren, kam für den Mann jede Hilfe zu spät.

Mann dürfte im Schlaf von Flammen überrascht worden sein

Ursprünglich lautete die Alarmierung "Brandverdacht", wie der Kommandant der zuständigen Feuerwehr Brand-Laaben Dieter Daxböck berichtet. Als er aber aus dem Fenster sah - Daxböck wohnt am Berg gegenüber des Einsatzortes -  und sich auf den Weg zum Feuerwehrhaus machen wollte, sah er schon von weitem meterhohe Flammen. "Ich habe sofort nachalarmiert", so Daxböck.

Neun Feuerwehren - Brand-Laaben, Neustift-Innermanzing, Altlengbach, St. Christophen, Kasten, Michelbach, Stössing, Hainfeld und Klausen-Leopoldsdorf - rückten aus. "Der Einsatz gestaltete sich schwierig, aber es ist alles gut über die Bühne gegangen", so Daxböck. Als erschwerend erwiesen sich die tiefen Minusgrade ("es hatte minus 17 Grad"), die schmale Zufahrt, der geringe Platz vor Ort und der Pendelverkehr für den Wassertransport, da kein Löschwasser zur Verfügung stand.

Neun Feuerwehren mit 120 Mitgliedern bei Löscharbeiten im Einsatz

Durch das rasche Eingreifen der Feuerwehr konnte aber ein Übergreifen der Flammen auf den Schuppen und den Bauernhof verhindert werden. Zwischen vier und fünf Uhr morgens konnte der Einsatz für den Großteil der Mannschaft beendet werden.

APA/FEUERWEHR Brand Laaben

Es handelt sich bereits um das zweite Todesopfer bei einem Brand in Niederösterreich in diesem Jahr. Im Vorjahr waren laut Landeskommando 13 Personen im Bundesland bei Bränden gestorben. 

Bei dem Toten handelt es sich um Leopold Katzensteiner.  Anfang des vergangenen Jahres war der Ingenieur dem Tod nur knapp entronnen: Beim Heimweg vom Holzhackerball war er zu Sturz gekommen und einen Schneehang hinuntergerutscht. Es dauerte Stunden, bis der Mann von einer Passantin entdeckt und gerettet werden konnte.  |  NÖN/Klement