Neunkirchen

Erstellt am 11. Januar 2018, 05:00

von Philipp Grabner

Landtagswahl: Was wollen die Jungen?. Die Neunkirchner NÖN wollte von den jüngsten Kandidaten der Landtagswahl wissen, warum sie sich politisch engagieren – und welche Themen ihnen am Herzen liegen.

Von links nach rechts: Lukas Kurz (ÖVP), Christian Samwald (SPÖ), Mario Zimmermann (FPÖ), Johann Gansterer (Grüne) sowie Birgit Ehold (NEOS).  |  Gemeinde, zVg

Mit großer Wahrscheinlichkeit darf sich Christian Samwald in wenigen Wochen „Landtagsabgeordneter“ nennen. Der SPÖ-Vizebürgermeister der Stadt Ternitz dürfte ziemlich fix dem neuen Landtag angehören, steht er doch an prominenter Stelle auf der Landesliste.

Christian Samwald: Der jüngste Bezirkskandidat

Der 37-Jährige – er ist der jüngste Bezirkskandidat der SPÖ bei dieser Wahl – ist seit vielen Jahren politisch tätig, mit 19 wurde er Jugendgemeinderat in seiner Heimatstadt. Im Wahlkampf will Samwald einerseits um den Erhalt und die Weiterführung der Job- und Lehrwerkstätte kämpfen, andererseits ist ihm der Ausbau im Bildungsbereich – Stichwort FH für den Bezirk – wichtig. Samwald: „Mit Platz acht auf der Landesliste stehen die Chancen, in den NÖ Landtag einzuziehen, sehr gut für mich. Wichtig ist es, das Direktmandat im Bezirk zurückzugewinnen, damit auch Rupert Dworak weiterhin im Landtag vertreten ist.“

„Mit Platz acht auf der Landesliste stehen die Chancen, in den NÖ Landtag einzuziehen, sehr gut für mich.“Vizebgm. Christian Samwald, SPÖ-Kandidat für die Wahl.

Ebenso ein Ternitzer ist Lukas Kurz. Seit dem Vorjahr ist er Obmann der Jungen ÖVP (JVP) in Ternitz. Der 20-Jährige, der aktuell seinen Zivildienst absolviert, möchte sich aktiv „an der Gestaltung unserer Zukunft“ beteiligen, wie er sagt: „Ich werde mich dafür einsetzen, dass im Bezirk endlich ausreichend Wohnraum für junge Menschen geschaffen wird und dafür, freiwillige Arbeit attraktiver zu machen, denn davon profitiert unsere gesamte Gesellschaft!“

Weil die FPÖ „die einzige Partei, die sich wirklich für die Menschen einsetzt“ sei, engagiert sich Mario Zimmermann (20) im Landtagswahlkampf. Dem gelernten Kfz-Mechaniker sind Jugend und Familien besonders wichtig, wie er der NÖN erklärt: „Für die Jugend in unserem Bezirk ist es wichtig, dass wir gesicherte Arbeitsplätze, Weiterbildungsmöglichkeiten sowie Bildungseinrichtungen fördern und aufrechterhalten.“ Mit seiner Kandidatur will der Edlitzer, der in Wr. Neustadt arbeitet, erreichen, dass „auch meine Generation eine Zukunft hat, aber auch unsere Eltern und Großeltern mit einem sicheren Gefühl in die nächsten Jahre blicken können.“

„Die Beteiligung am demokratischen Prozess ist meine Motivation, politisch tätig zu sein!“Gemeinderat Johann Gansterer, Grüne-Kandidat für die Wahl.

Gleich mehrere Personen auf der Bezirksliste der Grünen sind unter 30 – so auch Spitzenkandidat Johann Gansterer. Der Umweltgemeinderat aus Neunkirchen, der seit seiner Kindheit politisch interessiert ist, ist seit 2008 aktiv politisch tätig – damals als Wahlzeuge der Grünen in Neunkirchen bei der Nationalratswahl.

„Die Beteiligung am demokratischen Prozess ist meine wichtigste Motivation politisch tätig zu sein, denn ich bin davon überzeugt, dass die Demokratie unsere Beteiligung braucht“, so Gansterer. Als Jugendthemen im Wahlkampf nennt der 28-Jährige, der auch Bezirksverantwortlicher der Grünen ist, den Ausbau des öffentlichen Verkehrs, die Einführung eines 75 Euro-Studi-Tickets für ganz NÖ sowie leistbares Wohnen.

Man habe zwar im Bundesland etliche Junge bei den NEOS, jedoch aktuell nicht im Bezirk Neunkirchen, heißt es von Regionalkoordinatorin Birgit Ehold. Trotzdem möchte man den Jungen natürlich ein Angebot machen: „Uns ist das Thema Schuldenabbau ganz wichtig, dass wir also den Jungen nicht so viele Schulden hinterlassen!“ Auch die Themen Ganztagesbetreuung, junger Wohnraum und Bildung seien pinke Anliegen, so Ehold.