Neunkirchen

Erstellt am 09. Januar 2018, 11:00

von Tanja Barta und Philipp Grabner

SPÖ-Wahlkampfstart: „Politik mit Herz, nicht mit Härte". Landesparteivorsitzender und Spitzenkandidat Franz Schnabl schwor die Genossen im Arbeiterkammersaal auf die Intensivphase des Wahlkampfs ein.

Back to the roots – so könnte das Motto für Franz Schnabl am Montagabend gelautet haben. Denn der nunmehrige SPÖ-Landesparteivorsitzende und Landesrat wuchs ursprünglich in Raach am Hochgebirge auf, was er in seiner Rede auch kurz erwähnte. Hauptsächlich ging es beim offiziellen Wahlkampfauftakt im Arbeiterkammersaal in Neunkirchen aber darum, die Genossen auf die letzten Wochen vor der Landtagswahl einzuschwören. Es gelte, die Absolute der ÖVP zu brechen – und im Bezirk Neunkirchen will man künftig mit zwei Abgeordneten im Landtag vertreten sein!

Kritik an ÖVP: „Alle Meinungen sind gefragt!“

Bezirksspitzenkandidat LAbg. Rupert Dworak gab die Linie vor: „Wir wollen Stimmen, Prozente und Mandate dazugewinnen!“ Auch meinte der Ternitzer Bürgermeister, dass der Wahlgang am 28. September der „erste Probegalopp für die Gemeinderatswahlen“ im Jahr 2020 sei. Landesspitzenkandidat Franz Schnabl betonte, er wolle „Licht in alle Winkel des Landes“ bringen – und er übte mehrmals Kritik an der ÖVP, aber auch an der FPÖ.

Schnabl verwies etwa darauf, NÖ sei ein „hochverschuldetes Land“. Auch wurde kritisiert, dass die ÖVP NÖ keine anderen Meinungen zulasse – in einer Videoeinspielung hieß es, die ÖVP „knüpple andere Meinungen nieder“. Schnabl: „Wir haben eine Meinung – und die zeigt oftmals auf die bessere Lösung hin!“ Thematisch ging er auch auf Gesundheitsversorgung, Bildung sowie auf die von der Regierung auf Eis gelegte „Aktion 20.000“ ein.

Bezirkskandidaten stellten sich vor

Neunkirchens Stadträtin Andrea Kahofer, auch sie kandidiert bei der Landtagswahl, erklärte, dass es das Schönste an der Politik sei, „Sprachrohr zu sein“. Thematisch wolle sie sich für leistbares Wohnen für alle Altersgruppen einsetzen. Kandidat Vizebürgermeister Christian Samwald erzählte, dass man vor 15 Jahren belächelt worden sei, als man ein Bundesoberstufenrealgymnasium nach Ternitz holen wollte – „heute haben wir ein solches in Ternitz“, so Samwald.

Und er präzisierte: „Warum also sollte es nicht eine Fachhochschule Schwarzatal geben?“ Kahofer wiederum kritisierte, dass junge Menschen in NÖ nach dem Abschluss ihrer Ausbildung oftmals keine Jobchancen hätten – „weil sie sich für die SPÖ engagieren!“

Geburtstagskind wurde gefeiert

Mit einem Sketch beglückwünschten Frauenvorsitzende Gerlinde Metzger und Stadträtin Andrea Kahofer schließlich ihren Bezirksvorsitzenden Rupert Dworak, der just an dem Tag seinen Geburtstag feierte.

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