Update am 20. April 2017, 08:02

von APA Red

Wintereinbruch führte zu Autobahnsperren in NÖ. Der Wintereinbruch hat am Mittwochnachmittag zu Autobahn- und Straßensperren in Niederösterreich geführt.

Betroffen waren laut Asfinag die West- (A1) und die Außenringautobahn (A21), sowie die B13, B1 (in Gablitz), die L110 und L120.

Aufgrund der starken Schneefälle blieb die A21 (Außenring Autobahn) am Mittwoch bis auf weiteres in beiden Fahrtrichtungen gesperrt, berichtete die Asfinag. Auf den Steigungen im Bereich Hochstraß Richtung A1 (Westautobahn) blieben trotz der Schneeräumung immer wieder Fahrzeuge hängen. Die Richtung Wien war frei von Verkehr, wurde jedoch gesperrt, um die Einsatzkräfte zur Staustelle zu schicken.

"Wir fahren nun mit einer Räumstaffel mit Polizeibegleitung gegen die Richtungsfahrbahn über die A 21", sagt Heimo Maier-Farkas, Leiter des Autobahnbetriebes, "dann leiten wir die Pkw über die Betriebsumkehr auf die Fahrtrichtung Wien um." Nur so könnten die Pkw-Fahrer aus dem Stau geholt werden. Danach würde mit den Räumstaffeln wieder in Fahrtrichtung Steinhäusl geräumt. Die Versorgung der Autofahrer wurde durch das Rote Kreuz übernommen.

Lkw müssten die Sperre der A21 Richtung Steinhäusl auf der Autobahn abwarten. Da die Schneefälle im Bezirk rund um Alland anhaltend stark sind, wurden die parallel zur A 21 führenden Landesstraßen durch die Bezirkshauptmannschaft Baden gesperrt.

Gegen 22.30 Uhr standen auf dem Streckenabschnitt zwischen Heiligenkreuz und dem Knoten Steinhäusl auf der Richtungsfahrbahn zur A1 bereits neun Freiwillige Feuerwehren aus dem Bezirk Baden und zwei Wehren aus dem Bezirk Mödling seit Stunden im Dauereinsatz.

Immer wieder musste man Lkws und Pkws, die vorwiegend bereits mit Sommerreifen unterwegs waren und auf der glatten Schneefahrbahn hängen blieben, abschleppen oder flott machen. "Das Bilden einer Rettungsgasse vor allem am Beginn des Einsatzes wird durch viele Pkw und Lkw Fahrer einfach ignoriert. Immer wieder blieben dadurch die Einsatzfahrzeuge und Schneepflüge ebenfalls im Stau stecken. Ein dringendes Durchkommen war einfach über längere Zeit nicht möglich", ärgerte sich das Bezirksfeuerwehrkommando Baden in einer Aussendung.

Die Florianis weiter: "Teilweise kämpfen sich unsere Einsatzkräfte bei dem dichten Schneetreiben zu Fuß durch die Fahrzeugkolonne um Platz für die Bergefahrzeuge zu schaffen." Insgesamt standen in den späten Mittwochabendstunden ca. 120 freiwillige Feuerwehrleute in diesem Abschnitt im Einsatz. Auch auf den Ausweichstrecken mussten die Einsatzkräfte zu unzähligen Fahrzeugbergungen und aufgrund der durch Nassschnee umgestürzten Bäume über den Fahrbahnen ausrücken.

Donnerstagfrüh konnten die Sperren wieder aufgehoben werden.