Mistelbach

Erstellt am 17. April 2018, 01:48

von Jutta Hahslinger

Gewalttäter prügelt schwangere Frau. Er sei „so leicht ausgezuckt“ verantwortet sich Mann dafür, dass er die Mutter seines Babys und deren Kind attackiert hat.

Nach Ablauf einer einstweiligen Verfügung zog der 22-Jährige wieder bei seiner Freundin ein – und machte weiter wie zuvor. Jetzt muss er in Haft.  |  www.BilderBox.com

Selbst als die Lebensgefährtin mit dem gemeinsamen Kind schwanger war, wurde der werdende Vater (22) gewalttätig. Er bedrohte auch die besorgte Mutter der Partnerin, die das Martyrium der Tochter dann nicht mehr mit ansehen konnte und die Behörden einschaltete.

Der 22-Jährige wurde daraufhin für einige Monate aus dem gemeinsamen Haushalt in Mistelbach verbannt und er fasste wegen Körperverletzung und Nötigung eine dreimonatige Bewährungsstrafe aus.

Aufgrund des gemeinsamen Kindes hielt die Weinviertlerin (28) trotz erwirkter einstweiliger Verfügung Kontakt zu dem 22-Jährigen. Nach deren Ablauf im März 2017 hielt sich der Zusteller wieder regelmäßig in der Wohnung der 28-Jährigen auf.

"Ich bin so leicht ausgezuckt"

Der 22-Jährige sah darin keine Chance und hatte aus der Wegweisung und dem Strafverfahren keine Lehren gezogen: Kurz nach seinem Wiedereinzug kam es wieder zu heftigen Auseinandersetzungen und gewalttätigen Übergriffen gegen die frischgebackene Mutter des gemeinsamen Kindes und auch gegen deren neunjährigen Buben.

Vor Gericht versucht der 22-Jährige, seine Schläge, Stöße und Würgeattacken zu verharmlosen und beteuert: „Ich bin so leicht ausgezuckt.“

Richter Dietmar Nußbaumer zeigt wenig Verständnis für die lahme Verantwortung und verhängt über den 22-Jährigen eine zweieinhalbjährige Gefängnisstrafe. Weiters widerruft er die bedingte Strafnachsicht: Damit muss der 22-Jährige insgesamt 33 Monate hinter Gitter. Nicht rechtskräftig.