Erstellt am 11. August 2017, 08:13

von APA Red

Feuerwehren in NÖ standen mit 1.250 Mann im Einsatz. 119 Feuerwehren mit etwa 1.250 Mann sind am Donnerstagabend bzw. in der Nacht auf Freitag in Niederösterreich im Unwettereinsatz gestanden. Eine Gewitterfront mit heftigen Sturmböen war vom Süden über das Land gezogen, teilte Alexander Nittner vom Landeskommando NÖ mit. Es war die zweite an diesem Tag.

Symbolbild  |  Einsatzdoku.at/Lechner

Laut Nittner mussten vor allem Sturmschäden beseitigt werden. Bäume seien in Stromleitungen und auf Straßen gestürzt, u.a. auch auf die Ostautobahn (A4). Keller mussten ebenfalls ausgepumpt werden.

Sturmböen um die 100 km/h, Ostautobahn vier Stunden gesperrt

Die Richtungsfahrbahn Ungarn der A4 war bei Fischamend (Bezirk Bruck) von Donnerstag um 22.45 Uhr bis Freitag um 2.30 Uhr und somit fast vier Stunden lang gesperrt, berichtete Asfinag-Sprecherin Alexandra Vucsina-Valla auf Anfrage. Geknickte Bäume seien in die Fahrbahn hineingeragt, zudem immer wieder Äste auf selbige gestürzt. Autofahrer mussten im Stau ausharren. Bei den Aufräumarbeiten wurden auch Schneepflüge aufgeboten.

Allein im Bezirk Baden standen 29 Feuerwehren mit etwa 200 Helfern im Einsatz. Eine erste massive Gewitterfront war schon am Nachmittag eingetroffen. Heftige Niederschläge waren von Sturmböen um die 100 km/h begleitet, teilte das Bezirkskommando mit. Straßen und Keller wurden überflutet, Bäume entwurzelt. "In manchen Gemeinden kam es dadurch sogar zu größeren Stromausfällen."

Kaum waren die meisten Einsätze abgearbeitet, traf gegen 22.00 Uhr "eine weitere, fast noch heftigere Gewitterzelle" den Bezirk. Die Sturmböen waren derart stark, dass etwa in Trumau und Weigelsdorf sogar Dächer weggerissen wurden. Neuerlich wurden Straßen überflutet, Wasser drang in Häuser ein. Die Aufräumarbeiten dauerten bis Freitag in der Früh.

In Wiener Neustadt lösten sich Teile des Flachdaches bei einer Tankstelle. Die Feuerwehr meldete insgesamt 30 Unwettereinsätze. Dutzende weitere habe es zudem im Bezirk Wiener Neustadt gegeben. Bis zu 27 Feuerwehren rückten aus. Größtenteils handelte es sich um Einsätze, bei denen Bäume von Straßen entfern werden mussten, berichtete das Bezirkskommando.