Erstellt am 04. April 2017, 01:54

von NÖN Redaktion

Gefahrthema Heimwerken. Beim Heimwerken empfiehlt es sich, Pausen zu machen und sich zu schützen, um Verletzungen zu vermeiden.

Die Hälfte aller Verletzungen beim Heimwerken im Vorjahr betrafen Finger oder Hände.   |  Halfpoint/Shutterstock.com

Jeder zweite Österreicher sieht sich selbst als Heimwerk-Naturtalent. So eine aktuelle Umfrage des KFV (Kuratoriums für Verkehrssicherheit). Dennoch verletzten sich in NÖ vergangenes Jahr rund 2.300 Personen beim Heimwerken.

KFV-Experte Christian Kräutler: „Der überwiegende Teil der Heimwerkerunfälle ist auf Unachtsamkeit, Fehleinschätzung oder Überforderung zurückzuführen.“ Daher sollte man unbedingt eine Pause machen, wenn man müde wird.

Weiters rät das KFV:

  • Sich an Profis orientieren und beraten lassen!
  • Die Standfestigkeit der Leiter kontrollieren!
  • Immer auf Arbeitsschutz (Atem- & Gehörschutz, Schutzbrille & -handschuhe) achten! Bestehende Schutzeinrichtungen bei Geräten nie abmontieren!
  • Nie unter Zeitdruck arbeiten! Unbequeme Arbeitspositionen vermeiden!
  • Qualitativ hochwertiges Werkzeug verwenden!
  • Schmuck ablegen, lange Haare zusammenbinden! Keine weite Kleidung!

Und: „Im Werkzeugkoffer hat das Minimal Equipment immer Platz: Pflaster, sterile Wundauflage, Verbandspäckchen“, so Elfriede Wilfinger, Chefärztin und Vizepräsidentin des Roten Kreuzes NÖ. Zudem sollte ein Verbandskasten in unmittelbarer Nähe sein.

Bei einem Notfall gilt laut Wilfinger: „Das Einzige, was man in der Ersten Hilfe falsch machen kann, ist nichts zu tun.“

Also: Den Notruf 144 wählen. Ist die Person nicht ansprechbar, atmet aber normal, sie auf die Seite drehen. Ist sie nicht ansprechbar und atmet nicht, dann auf den Rücken drehen und mit der Wiederbelebung beginnen. „Komprimieren Sie dazu den Brustkorb in der Mitte 30 Mal und beatmen Sie im Anschluss den Betroffenen zwei Mal.“ All das wiederholen, bis der Betroffene wieder normal atmet oder professionelle Hilfe da ist.