Krummnußbaum , Schrems

Erstellt am 14. November 2017, 11:01

von Redaktion noen.at

Klimaschutzpreis 2017 geht zweimal nach NÖ. Umweltminister Andrä Rupprechter und ORF-Generaldirektor Alexander Wrabetz zeichneten die besten Klimaschutzprojekte 2017 aus - darunter auch zwei Preisträger aus Niederösterreich.

Gerhard Enzenberger, Andrä Rupprechter, Hans Emrich, Bernhard Kerndler, Thomas Waldhans, DJ Ötzi, ORF Generaldirektor Alexander Wrabetz.  |  ORF; Thomas Jantzen

Über die Auszeichnung freuen sich die Marktgemeinde Krummnußbaum (NÖ) mit dem Projekt „Klimafreundliche Siedlungsentwicklungin der Kategorie Gemeinden & Regionen sowie die Waldviertler Werkstätten GmbH aus Schrems (NÖ) mit dem Projekt „Die Zukunft beginnt jetzt! – 15 Jahre Sonnen-Gut-Scheine“ in der Kategorie Betriebe (NÖN.at berichtete).

„Der Österreichische Klimaschutzpreis zeigt eindrucksvoll, dass viele Menschen bereits wichtige Beiträge für eine klimafreundlichere Zukunft leisten – sei es im privaten Umfeld oder auf lokaler Ebene, in der Landwirtschaft genauso wie bei einem Gewerbebetrieb oder in einem Großunternehmen", erklärte Bundesminister Andrä Rupprechter.

Mit ihren innovativen Ideen und ihrem unermüdlichen Engagement seien die Preisträger wichtige Vorbilder: "Sie motivieren viele Menschen, ihrem Beispiel zu folgen."

Krummnußbaum: Im Ortszentrum spielt die Musik

Die Marktgemeinde Krummnussbaum im Mostviertel hat sich ganz der flächensparenden und kosteneffizienten Siedlungsentwicklung verschrieben. Erweiterungsflächen am Ortsrand wurden gestrichen. Vorrangiges Ziel ist die Belebung des Ortszentrums und die Vermeidung von motorisiertem Verkehr. So wird ein neuer Platz angelegt und ein Gemeindezentrum geschaffen. Dieser Platz wird das Gemeindezentrum mit der Kirche verbinden.

Preisträger in der Kategorie Gemeinden und Regionen ist die Marktgemeinde Krummnußbaum mit dem Projekt „Klimafreundliche Siedlungsentwicklung“.  |  Energie und Umweltagentur NÖ

Im Siedlungswesen werden durch Verdichtungsmaßnahmen und neue Angebote im unmittelbaren Umfeld des Ortskerns weitere Maßnahmen zur Stärkung des Zentrums gesetzt: Reihenhäuser am Donauweg, Wohnen im Nussgarten, im Gemeindezentrum und am alten Sportplatz. Durch die Konzentration auf den Ortskern setzt die Gemeinde einen wichtigen Schritt in der klimafreundlichen Siedlungsentwicklung.

Die Zukunft beginnt mit Sonnen-Gut-Scheinen

Die Waldviertler Werkstätten – 1984 als Sozialprojekt gegründet – differenzieren sich in ihrer Art der Produktion von der heutigen Wegwerfgesellschaft und setzen dies bei ihren Produkten und bei den Werkstätten um. Durch mehr als 12.500 verkaufte „Sonnen-Gut-Scheine“ wurden 18 Photovoltaikanlagen am Betriebsgebäude und in der Umgebung ebenso finanziert wie die Dämmung von Gebäuden, ein Heizwerk oder Solarwärmeanlagen.

Im Bild von links: Heinz Behacker, Andrä Rupprechter, Paul Tritscher, Heini Staudinger, Sylvia Kislinger, Alexander Wrabetz, Claudia Reiterer.  |  ORF; Thomas Jantzen

Für einen „Sonnen-Gut-Schein“ im Wert von 200 Euro gab es Warengutscheine über 330 Euro. Die KundInnen haben damit einen doppelten Gewinn: Sie leisten einen Beitrag zur Energiewende und tun sich durch den Erwerb eines Produktes aus den Waldviertler Werkstätten selbst etwas Gutes.

Von der Jury nominiert – vom Publikum gewählt

Aus 173 eingereichten Projekten wählte eine Fachjury mit Unterstützung von ExpertInnen der Klimaschutzinitiative klimaaktiv die besten Projekte, die sich der Publikumswertung stellten. In der Kategorie „Unternehmen Energiewende“ wurde der Gewinner ausschließlich von der Jury bestimmt. Mitgestimmt werden konnte über Telefon, Website und Facebook. 25.700 gültige Stimmen zeigen, wie groß das Interesse der Bevölkerung am Thema Klimaschutz ist.

Bei der Verleihung am 13. November in der Siemens City Vienna, die erstmals von ORF-Klima-Expertin Christa Kummer moderiert wurde, erhielten die SiegerInnen Urkunden und Klimaschutzpreis-Statuetten „Bella Terra“, gefertigt vom österreichischen Künstler Thomas Stimm.

Der ORF präsentiert die Höhepunkte der Preisverleihung im ORF-Servicemagazin „konkret“ am Dienstag, dem 14. November um 18.30 Uhr in ORF 2 und zeigt eine ausführliche Nachschau in einem „konkret spezial“ am Donnerstag, dem 16. November, um 22.55 Uhr in ORF 2. ORF III berichtet über die Gala am Freitag, dem 17. November um 14.20 Uhr. Das ORF-Wirtschaftsmagazin Eco porträtiert den Sieger in der Kategorie Unternehmen Energiewende, Kreisel Electric GmbH, am Donnerstag, dem 16. November um 22.30 Uhr in ORF 2.

370 Gäste gratulierten und feierten mit den Klimaschützern 2017

Über 370 Gäste aus Wirtschaft, Forschung, Politik, Kultur und Medien freuten sich mit den KlimaschutzpreisträgerInnen 2017 – unter ihnen Nationalratspräsidentin Elisabeth Köstinger und die BotschafterInnen für den Klimaschutz: Klimaforscherin Helga Kromp-Kolb, ORF-Moderatorin Claudia Reiterer, Siemens-Generaldirektor Wolfgang Hesoun, Sänger DJ Ötzi und Madelaine Alizadeh – bekannt als Bloggerin Dariadaria. Musikalisch begleitet wurde der Abend von „Die Hoameligen“.

Die Verleihung des Österreichischen Klimaschutzpreises 2017 wurde nach den Kriterien des Österreichischen Umweltzeichens für Green Meetings/Green Events ausgerichtet und fand zum siebten Mal in Folge in der Siemens City Vienna statt. Mit der energiesparenden Gebäudetechnik steht die Unternehmenszentrale von Siemens Österreich für gelebten Klimaschutz und unterstreicht die Ausrichtung als verantwortungsvolles Technologieunternehmen.

Zehn Jahre Österreichischer Klimaschutzpreis

Der Österreichische Klimaschutzpreis wird seit 2008 gemeinsam vom Umweltministerium und dem ORF in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzinitiative klimaaktiv und Partnern vergeben. In den vergangenen zehn Jahren wurden aus insgesamt fast 3.000 Einreichungen 186 ausgewählt und präsentiert. Die Hitliste führt die Steiermark mit dreizehn PreisträgerInnen und weiteren 35 nominierten Projekten an, gefolgt von Oberösterreich und Niederösterreich. Auf der Website www.klimaschutzpreis.at werden alle nominierten Projekte und die PreisträgerInnen vorgestellt.

Unterstützt wird der Österreichische Klimaschutzpreis in diesem Jahr von Siemens Österreich, von der Österreichischen Hagelversicherung, von Capatect Baustoffindustrie GmbH (Klimaschutzpreisträger 2014 für das Projekt „Wachsende Wärmedämmung für Fassaden aus österreichischem Hanf“), von der VBV Vorsorgekasse (Klimaschutzpreisträger 2016 in der Kategorie „Betriebe“) sowie vom News-Verlag.