Erstellt am 03. Oktober 2017, 00:29

von Christine Haiderer

Gartenputz: Weniger ist manchmal mehr. Wer es nicht übertreibt, kann Nützlingen dienen, den Boden unterstützen und wertvollen Dünger herstellen.

Wenn sich im Herbst der Garten mit Blättern füllt, ist man versucht, alles wegzukehren. In diesem Fall aber ist weniger mehr.  |  Africa Studio/Shutterstock.com

Man könnte natürlich das bunte Laub im Herbst einfach ganz aus dem Garten kehren. Oder: Man nimmt das Laub zum Schutz. Denn: Das Bedecken von abgeernteten Beeten mit Rasenschnitt oder Laub kann, verrät Natur im Garten, den offenen Boden vor Auswaschung, Verdichtung und Windverwehung schützen und gut für die Bodenstruktur sein.

Genauso lässt sich Laub mit dem letzten Rasenschnitt, Strauchschnittgut und Küchenabfällen vermischen. Dann heißt es: Ab auf den Kompost damit! „Ein Guss aus Brennnesseljauche bringt den nötigen Stickstoff für die Verrottung sowie Feuchtigkeit.“ Es kann aber auch Hornspäne beigemischt werden, der Kompost kann feucht gehalten werden. Und im nächsten Jahr hat man wertvollen Dünger.

Und: Welke Stauden können Gartenfans im Beet lassen. So haben Nützlinge die Chance, in den Stängeln zu überwintern. Im Frühjahr steht dem Abschneiden dann nichts mehr im Wege. Ähnlich wie bei braunen, hohlen Stängeln, die aus dem Gartenteich ragen. Auch sie werden für Tiere zum Winterversteck. Apropos Nützlinge: „Wer im Winter ein Nützlingshotel basteln möchte, kann jetzt im Herbst das notwendige Material sammeln“, so Katja Batakovic, die fachliche Leiterin der Initiative „Natur im Garten“. Gut dafür geeignet seien hohle Stängel von Schilf und Stauden und markhaltige Zweige von Holunder, Himbeere, Brombeere.

www.naturimgarten.at

Videotipp! Nützlingshotels aus Dosen bauen: