Erstellt am 17. April 2018, 01:37

von Riki Ritter-Börner

Selbsthilfe – echt starke Partner. Riki Ritter-Börner, Chefredakteurin von Gesund & Leben, über Engagement in Selbsthilfegruppen.

Symbolbild  |  Rawpixel.com/shutterstock.com

Die eine hat ein fremdes Herz in der Brust, der andere Drogen- und Alkoholabhängigkeit hinter sich, eine andere lebt seit Jahren mit Brustkrebs, ein anderer ist Angehöriger eines schwer depressiven Menschen. Sie alle engagieren sich ehrenamtlich in einer Selbsthilfegruppe. Es sind Menschen, die Schweres bewältigen mussten und einiges geschafft haben. Und die darüber offen reden. Großartige, beeindruckende, starke Menschen, trotz aller Verletzlichkeit und aller Probleme, denen sie sich stellen müssen. Menschen, die Mut machen. Und die sehr viel wissen.

Sie engagieren sich in Selbsthilfegruppen, weil sie selbst dort Hilfe gefunden haben oder weil sie bemerkt haben, dass es sonst keine Anlaufstelle für Menschen mit derartigen Krankheiten gibt. Sie treffen sich mit anderen Menschen, um weiterzuhelfen, um sich auszutauschen, um Wissen zu sammeln und weiterzugeben. „Selbsthilfe basiert auf der Verantwortung des Menschen für sich selbst und entsteht immer dort, wo Menschen versuchen, ihre Lebensprobleme gemeinsam zu meistern“, heißt es auf der Homepage des Dachverbands der NÖ Selbsthilfegruppen.

Dahinter steht in Niederösterreich ein auf freiwilligem Engagement basierendes Netzwerk von 390 Selbsthilfegruppen und -vereinen mit rund 39.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern und zu 96 verschiedenen Krankheitsbildern, für Betroffene und Angehörige. Eine wertvolle Ergänzung für unser Gesundheitssystem. Eine unbezahlbare Anlaufstelle. Gäbe es sie nicht, müsste man sie erfinden.

Riki Ritter-Börner  |  zVg

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