St. Pölten

Erstellt am 14. November 2017, 02:22

von Michaela Fleck-Regenfelder und Verena Randolf

Das war die Leopold-Gala 2017. Zum 18. Mal hat die NÖN heuer ihren Leopold vergeben – an Niederösterreichs leuchtende Vorbilder.

Leopold gibt’s nur einen. Zumindest für Niederösterreich. Der ist zwar schon vor 881 Jahren gestorben. Und ist trotzdem noch immer ein Vorbild. Und zwar eines, das „uns Halt und Orientierung gibt“. Sagt Niederösterreichs Landeshauptfrau über Niederösterreichs Landespatron.

Wobei: Vorbilder, wie den Landespatron mit dem gräflichen Stammbaum und dem frommen Heiligenschein, gibt’s mehr. Sechs von ihnen hat die NÖN heuer ausgezeichnet. Zum mittlerweile 18. Mal. Und mit einem vorbildhaften Preis: dem NÖN-Leopold.

Der ist, so NÖ-Pressehaus-Geschäftsführer Friedrich Dungl, nicht nur „ein Abbild Niederösterreichs“. Der „passt auch perfekt zur NÖN“. Weil er, ergänzt Johanna Mikl-Leitner, das tut, was die NÖN auch tut: „Menschen aus Niederösterreich vor den Vorhang bitten.“ Sechs waren das, genauer: Sechs Kategorien, sieben Vorbilder und ein Team, die die NÖN am Montag der Vorwoche in einer feinen Feier im Forum der NÖ Versicherung in St. Pölten vor den Vorhang bat. Und mit dem NÖN-Leopold 2017 auszeichnete.

„Das ist eine unglaublich schöne Geschichte!“ NÖ Landeshauptfrau und NÖN-Leopold-Patin Johanna Mikl-Leitner

Der erste unter den sechs neuen NÖN-Leopolden war ein ganz emotionaler. Und einer, der Abendmoderator Andy Marek nicht nur „Gänsehaut“ machte, sondern auch „so stolz, Niederösterreicher zu sein“. Courage war die Kategorie. Und „Mut, Schneid und Unerschrockenheit, also genau die Zutaten von Courage“, so NÖN-Leopold-Pate und Hausherr Bernhard Lackner, heute ohnehin „viel zu selten“.

Schließlich beginne die Zukunft mit „Zupacken, nicht mit Zögern“. Wie bei den Wieselburgern Erton Uka und Samuel Bieringer, die einen gut 30 Jahre älteren Ertrinkenden aus dem Wasser zogen. Uka: „Man tut das einfach. Wenn man da überlegt, ist man fehl am Platz!“ Und Bieringer: „Zu zweit geht das auch!“

Nicht zu zweit, sondern im Team mit 5.800 Mitarbeitern hat Vorstandsdirektor Günther Ofner den Flughafen Wien dorthin gebracht, wo er heute ist. Und dafür den NÖN-Leopold in der Kategorie Wirtschaft gewonnen. „Das“, so Ofner, „ist ein wunderbares Dankeschön an das Team“. Und eine „Freude“ für den Paten, nämlich HYPO-NÖ-Generaldirektor Peter Harold, der damit auch gleich „meinen eigenen Aufsichtsratsvorsitzenden“ auszeichnete.

Aufsichtsräte gab es in der Kategorie Engagement des NÖN-Leopold 2017 keine. Vorbilder umso mehr. Wie den in Wiener Neustadt, St. Pölten und Korneuburg tätigen Verein Neustart. Der sei, so NÖN-Leopold-Pate und NÖ Rot-Kreuz-Präsident Josef Schmoll, zwar „bei Tätern und bei Opfern bekannt“, arbeite aber „oft weitab vom Rampenlicht“.

Mit Scheinwerfern ist der NÖN-Leopold-Preisträger 2017 in der Kategorie Kultur schon lange vertraut. Und doch stehe er, so der Fotograf, Verleger und gebürtige Mostviertler Lois Lammerhuber („er ist ein waschechter Niederösterreicher“, so NÖN-Leopold-Pate und NÖ Kulturabteilungsleiter Hermann Dikowitsch), „heute mit weichen Knien da“. Weil: „Egal, was man auf der Welt zuerkannt bekommt: Zuhause ist es am wichtigsten!“

„Ich könnte mich auch umtaufen lassen – zum Leopold!“ NÖN-Leopold-Preisträger Lois Lammerhuber

Für die NÖN-Leopold-Preisträgerin 2017 in der Kategorie Sport ist es dagegen am wichtigsten, „verletzungsfrei zu bleiben“. Schließlich hat Union-St. Pölten-Fünf- und Siebenkämpferin Ivona Dadic noch viel vor – vielleicht sogar eine Olympiamedaille. NÖ-Sportunion-Präsident und NÖN-Leopold-Pate Raimund Hager war jedenfalls schon jetzt „sehr stolz“ auf eine, „die schon viel erreicht hat“.

Viel erreicht, nämlich schon ihren zweiten NÖN-Leopold, hat auch die Polytechnische Schule Mistelbach. Und zwar in der Kategorie Unsere Zukunft. Dort gibt’s ja keine Nominierungen. Dafür Projekt-Einreichungen. Und mit ihrem Projekt „Railcheck“ haben Projektleiter Clemens Hofer, Muhammet Durun & Bastian Stauffer in einem insgesamt elfköpfigen Team ein echtes „Zukunftsprojekt“, so Patin Johanna Mikl-Leitner, entwickelt. Auch wenn der Ideengeber gar nicht mehr sagen konnte, woher seine Idee eigentlich kam.

Den NÖN-Leopold gab’s dafür trotzdem. Und noch mehr Lob. Die Medien, so NÖN-Chefredakteur Karl Ettinger, würden ohnehin immer mit schlechten Nachrichten assoziiert. „Da ist der heutige Abend ein echtes Kontrastprogramm!“