Erstellt am 16. April 2018, 13:56

von NÖN Redaktion

Justizminister Moser verlässt das Spital. Der Ressortchef, der durch Rücktrittsdrohungen für Aufsehen gesorgt hat, muss sich aber in dieser Woche noch schonen.

Josef Moser  |  APA

Der Spitalsaufenthalt von Justizminister Josef Moser wegen einer Blutvergiftung ist nach einer Woche zu Ende. Er wurde an diesem Montagnachmittag aus dem Krankenhaus entlassen, teilte sein Büro via Aussendung mit. Allerdings muss sich der frühere Rechnungshofpräsident noch schonen.

Diese Schonung sei aufgrund ärztlicher Anweisung erfolgt, erläuterte das Justizministerium. Mosers Spitalsaufenthalt hatte nicht nur wegen seiner Erkrankung für Aufsehen gesorgt, sondern auch wegen des Umstandes, dass gleichzeitig Rücktrittsdrohungen des Ministers davor bekannt geworden sind. Rücktritt sei aber kein Thema mehr, wurde der NÖN daraufhin in der Vorwoche beteuert.

Rückkehr zur Arbeit ab nächstem Montag geplant

Sein gesundheitlicher Zustand habe sich soweit gebessert, dass er das Krankenhaus verlassen könne, erklärte sein Büro. Am Montag nächster Woche soll Justizminister Moser seine Arbeit wieder aufnehmen.Damit muss der Ressortchef ausgerechnet bei der Debatte und beim Beschluss des Doppelbudgets, der diese Woche im Nationalrat auf der Tagesordnung steht, auf der Regierungsbank fehlen wird.

Das entbehrt nicht einer gewissen Pikanterie. Denn zuvor hatte Moser in der türkis-blauen Koalition für Irritationen gesagt, weil er von Finanzminister Hartwig Löger Nachverhandlungen über das Justizbudget verlangt hatte. Nach tagelangem Hin und Her verständigten sich die beiden Ressortchef mühsam darauf, dass das Justizbudget für den Grundbedarf des Ressorts als fix gilt. Für zusätzliche Ausgaben sollen Rücklagen angezapft werden.