Erstellt am 09. Januar 2018, 01:49

von Walter Fahrnberger, Daniel Lohninger und Carina Rambauske

Jetzt geht es so richtig los. ÖVP, SPÖ und Grüne feierten ihren Wahlkampfauftakt. FPÖ und NEOS präsentierten ihre Plakatkampagnen.

Der Wahlkampf hat Niederösterreich mit voller Wucht erreicht. Die Fronten sind klar: SPÖ, FPÖ, Grüne und NEOS haben ein gemeinsames Ziel – die absolute Mehrheit der ÖVP zu brechen.

Die ÖVP von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner will sich davon nicht aus der Ruhe bringen lassen und setzt auf einen Positiv-Wahlkampf, wie Geschäftsführer Bernhard Ebner betont. Mehr als 2.500 Besucher, darunter Mikl-Leitners Vorgänger Erwin Pröll und Kanzler Sebastian Kurz, waren beim Wahlkampf-Auftakt am Montag in Tulln dabei. Jetzt folgen neun Regional-Events mit dem Ziel, die Wähler zu mobilisieren. „Fünf Minuten für fünf Jahre“ ist das Motto, das Mikl-Leitner ausgibt: „Fünf Minuten für die Stimmabgabe entscheiden über die nächsten fünf Jahre.“ Inhaltlich setzt die VP auf das in der Vorwoche präsentierte neue Programm „Für Niederösterreich“, das seit März auf allen Ebenen im Land erarbeitet wurde. Und auf den neuen Stil des Miteinanders. Der soll auch dadurch demonstriert werden, dass die ÖVP in den nächsten drei Wochen jeden Haushalt in Niederösterreich besuchen will.

1.500 Funktionäre und Kandidaten der SPÖ waren am Samstag im VAZ St. Pölten zu Gast, um beim Neujahrsempfang des GVV den Wahlauftakt der Landes-SPÖ mitzufeiern.

„2018 wird ein gutes Jahr“, freute sich GVV-Präsident Rupert Dworak angesichts der Tatsache, dass deutlich mehr Genossinnen und Genossen gekommen waren, als die 1.050 ursprünglich angemeldeten. Heiter unterstützt wurde SP-Spitzenkandidat und Landesparteichef Franz Schnabl dabei von Physiker Werner Gruber, der pointiert Parallelen von Politik und Physik vorführte.

Bundesparteiobmann Christian Kern schwor mit Kritik an der neuen türkis-blauen Bundesregierung die niederösterreichische SPÖ auf den 28. Jänner ein: „Es geht darum, das schwarze Machtkartell zu brechen.“ Franz Schnabl will für mehr Menschlichkeit, mehr Demokratie und mehr soziale Wärme im Land antreten. Auch seine Kampfansage geht in Richtung ÖVP: „Das Land gehört allen Menschen im Land, nicht nur einer Partei.“

Mehr Sicherheit, mehr für die Gesundheitsversorgung und mehr leistbares Wohnen: Mit diesen Themenschwerpunkten wirft sich die FPÖ in die „Mutter aller Wahlkampfschlachten“, wie geschäftsführender Landesparteiobmann Christian Höbart bei der Präsentation der Wahlplakatkampagne formuliert.

Grünen -Spitzenkandidatin Helga Krismer reiste zum Wahlkampfauftakt am Samstag mit 200 Anhängern und Journalisten mit dem Zug von St. Pölten nach Wien und zurück. Während der vier Stopps dazwischen betonte sie ihr Ziel, als Kontrollkraft in den Landtag einziehen zu wollen.

Die NEOS starteten mit einer Plakatpräsentation ihren Kampf um den Einzug in den Landtag. Das Motto: „Bewegung für Niederösterreich“. Unterstützt von Nationalratsabgeordneten will Collini bei 20 Stopps im Land mit Bürgern in Kontakt treten.