Tulln

Update am 09. Januar 2018, 10:09

von Walter Fahrnberger

Über 4.000 Gäste beim ÖVP-Wahlkampfauftakt in Tulln. Gemeinsam mit Ehemann Andreas und ihren  Kindern Larissa und Anna eröffnete ÖVP-Spitzenkandidatin Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner die große ÖVP-Wahlkampf-Auftaktveranstaltung in der Messe Tulln.

Vor 4.124 Mitgliedern, Funktionären und vielen Ehrengäste, darunter Mikl-Leitners Vorgänger Erwin Pröll, einigen VP-Regierungsmitglieder mit Bundeskanzler Sebastian Kurz an der Spitze und Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka, schwor Landesgeschäftsführer Bernhard Ebner die ÖVP-Gemeinde auf die Landtagswahl am 28.Jänner ein.

„Es hat einen Grund, warum unsere Wahl die erste ist – weil sie die wichtigste ist. Für uns und für unser Land. Und es wird die Mutter aller Wahlkämpfe im Kernland der Volkspartei, in Niederösterreich“ betonte Ebner, der dabei auf Dirty Campaigning und Untergriffe verzichten will „Denn unser Stil lautet: hart in der Sache, klar in der Debatte und fair im Ton.“

„Hanni, du machst mir große Freude“ Erwin Pröll

Der Landesgeschäftsführer warnte aber davor, dass sich die ÖVP nicht zu sicher sein sollte. Ein Viertel aller Wahlberechtigten seien noch unentschlossen. „Unser Vorteil sind wir alle. Überlassen wir  nichts dem Zufall“, so Ebner.

„Hanni, du machst mir große Freude“, lobte auch Erwin Pröll die Arbeit seiner Nachfolgerin. „Wenn wir wollen, dass es im Land gut weitergeht, dann ist das auch eine harte Arbeit auf dem Weg nach vorne.“

Bundeskanzler Sebastian Kurz, der unter Innenministerin Mikl-Leitner Staatssekretär war betonte, er habe „noch nie eine Person kennengelernt, die so viel leistet, wie die Hanni.“ Einen Ratschlag für Mikl-Leitner "gibt es definitiv nicht", betonte Kurz. Er "habe viel von der Hanni lernen dürfen", erinnere er sich.

"Politik darf nicht an den Landesgrenzen Halt machen" Johanna Mikl-Leitner

In ihrer Ansprache stellte Mikl-Leitner fest, dass das wichtigste Anliegen der Menschen das Thema Arbeit ist. „Das ist auch für uns die wichtigste Aufgaben. Und sie wolle die Mobilität in Niederösterreich stärken, Verkehrswege schneller und Fahrzeiten kürzer machen.  „Denn wo Menschen in Lebensräumen denken, darf die Politik nicht an den Landesgrenzen Halt machen“, so die Landeshauptfrau.

Außerdem starte Niederösterreich als  erstes Bundesland die ‚Initiative Landarzt Niederösterreich. Mit dem Maßnahmenpaket soll die Arbeit für Landärzte attraktiver gemacht und die Versorgung mit Landärzten in allen Regionen des Landes garantiert werden.

Land will Partner für alle Familien sein

„Wir vergessen auch nicht auf diejenigen, die Hilfe und Unterstützung brauchen.. Genauso klar und deutlich sage ich aber, dass Sozialmissbrauch bekämpft werden muss. Denn das Sozialsystem muss für die Schwächsten da sein, nicht für die Frechsten. Das sind wir den Steuerzahlern schuldig“, hält Mikl-Leitner fest und betont den besonderen Stellenwert der Familien im Land: „Entscheidend ist die Vereinbarkeit von Familie und Beruf." Das Land wolle Partner für alle Familien sein, damit sie sich in Niederösterreich zuhause fühlen.

„Wenn es dabei um die Kinderbetreuung geht, sind wir schon heute vorbildlich. Und für unsere Kleinsten starten wir jetzt eine zusätzliche Offensive: 100 neue Kleinkindergruppen im ganzen Land. Mikl-Leitners Ziel ist „ Niederösterreich als Mutterland moderner Familienpolitik.“

Aufs Podium gebeten wurden beim Wahlkampfauftakt u.a. auch Sonja Klima, Präsidentin der Ronald McDonald Kinderhilfe Österreich, und die ehemalige FPÖ-Vizekanzlerin Wüstenrot-Generalin Susanne Riess. Die Lacher auf ihrer Seite hatte die langjährige Opernball-Lady Lotte Tobisch mit einer Video-Zuspielung. Mikl-Leitner sei direkt, "das gefällt mir, das hab ich gern".

Sie sage "Frau Landeshauptmann", weil "Landeshauptfrau ist scheußlich". Zu Mikl-Leitner gebe es keine Alternative. Im Nationalrats-Wahlkampf war Tobisch noch im Personenkomitee für die NEOS.