St. Pölten

Erstellt am 03. Januar 2018, 14:30

von Markus Strohmayer

NEOS fordern Kontrolle, Freiheit und Nachhaltigkeit. ​​​​​​​Die NEOS wollen in Niederösterreich mit Lösungen bei den Wählern punkten. Außerdem setzen sie auf den Wahlplakaten neben Spitzenkandidatin Indra Collini  auf die Popularität von Bundesparteiobmann Matthias Strolz.

Parteichef Matthias Strolz  |  NOEN, APA (Archiv)

Drei unterschiedliche Sujets präsentierten die NEOS am 3. Jänner 2018 für den niederösterreichischen Landtagswahlkampf. Darauf zu sehen ist neben Spitzenkandidatin Indra Collini auch Bundesparteichef Matthias Strolz.

Erklärtes Ziel bei der Wahl am 28. Jänner ist der Einzug in den Landtag und damit die Hürde von vier Prozent. Die Kernbotschaft der Plakate ist eindeutig: Kontrolle, Freiheit und „Enkelfit“ rein, Packelei, Willkür, Abhängigkeit und Verschwendung raus.

Auf den Plakaten ist Collini mit Strolz in dynamischer Vorwärtsbewegung beziehungsweise Collini sitzend abgebildet. Diese Optik sowie die gesamte Kampagne soll Lösungen, Sparsamkeit und den Schulterschluss zwischen Land und Bund symbolisieren. Strolz kam dazu extra zur Plakatpräsentation nach St. Pölten. 

Sparsame Kampagne und mehr Transparenz

Besonders der kostengünstige Wahlkampf wurde betont. Dieser soll maximal 420.000 Euro ausmachen. In Niederösterreich wären bis zu sechs Millionen pro Partei erlaubt. Collini sprach die prekäre Finanzlage in Niederösterreich – nach Kärnten das Bundesland mit der höchsten Pro-Kopf-Verschuldung – an. Sie richtete ihre Kritik direkt an ÖVP-Landeshauptfrau Mikl-Leitner: „Man kann nicht Jahr für Jahr mehr ausgeben als einnehmen. Die Rechnung dafür zahlen unsere Kinder.“

Strolz prangert die Willkür im „Fürstentum Niederösterreich“ an. „Es braucht eine echte Kontrollinstanz“, so der NEOS-Chef. Eines der zentralen Ziele ist demnach die Abschaffung des „Zwangsproporz“. Insgesamt soll der Druck von Bund auf Land und umgekehrt erhöht werden. Viele NEOS-Forderungen entsprechen somit der Bundeslinie: Einnahmen- und Ausgabenoffenlegung, mehr Transparenz oder Beschränkung der Amtszeit (im Falle von Niederösterreich auf 15 Jahre im Landtag).

Der Wahlkampfauftakt findet am 9. Jänner in der Stadtgalerie Mödling statt. Die insgesamt 300 Plakate sind bereits in ganz Niederösterreich angebracht. Das Wahlkampfprogramm soll in den nächsten Tagen in Druck gehen. Darin enthaltene Kernthemen sind mehr Autonomie in der Bildung, Ausbau der Kinderbetreuung, Bekämpfung von Freunderlwirtschaft, eine Breitband-Offensive und Nachbesserung bei Gesundheit und Verkehr.