Erstellt am 14. Februar 2018, 13:52

von NÖN Redaktion

Frauenvolksbegehren fix: Hürde bereits geschafft. 8401 Unterstützerinnen sichern den offiziellen Start einer Eintragungswoche.

Volksbegehren kann durchgeführt werden  |  APA (FVB/Glanzl)

Trotz mancher technischer Probleme in den Gemeinden war es am Dienstag, dem zweiten Tag für die Einleitung fix: In Österreich wird 21 Jahren nach dem ersten Frauenvolksbegehren wieder ein  Frauenvolksbegehren offiziell zur Unterschrift aufliegen.

Die dafür nötigen 8401 Unterschriften als Voraussetzung hatte man nach Angaben der Initiatorinnen schon am Dienstag am frühen Nachmittag beisammen. Die genaue Eintragungswoche wird dann vom Innenministerium festgelegt.

„Wir sind überwältigt von dieser Welle an Zuspruch“, erklärte Sprecherin Andrea Hladky ein einer Aussendung.

Noch ist es aber möglich, bis 12. März Unterstützungserklärungen abzugeben. Diese zählen dann auch bereits als Unterschriften für die offizielle Eintragungswoche. In dieser müssen letztlich zumindest 100.000 Unterschriften erreicht werden, damit sich der Nationalrat verpflichtend mit dem Frauenvolksbegehren und dessen Anliegen beschäftigen muss.

Für 30-Stunden-Woche

Ziel des Frauenvolksbegehrens ist unter anderem eine allgemeine 30-Wochen-Stunde. Weiters wird eine 50-Prozent-Frauenqoute in allen Bereich gefordert. Zu den Anliegen zählt außerdem die kostenlose Abgabe von Verhütungsmitteln. Für das erste Frauenvolksbegehren 1997 gab es insgesamt knapp 650.000 Unterstützungsunterschriften.

Ab Freitag dieser Woche liegt dann auch das Volksbegehren der Ärztevertreter für die Einhaltung des Rauchverbots in Österreich auf. Auch für dieses sind 8401 Unterschriften notwendig, damit später eine offizielle Eintragungswoche stattfindet.