St. Pölten

Erstellt am 06. Dezember 2017, 13:27

von Wolfgang Zarl

Aufruf zum „Tu was! Kauf nix-Tag“ am 8. Dezember. .Kirchliche Organisationen rufen am Feiertag Maria Empfängnis den "Kauf nix-Tag" aus- schlägt in den Sozialen Medien hohe Wellen.

Der 8. Dezember, das Hochfest Maria Empfängnis, ist schon lange für viele kein Feiertag mehr.. Tausende Menschen im Handel müssen arbeiten, um den Ansturm in den Geschäften bewältigen zu können. Viele andere nutzen den freien Tag zum ausgedehnten Weihnachtsshopping. Die ersehnte Ruhe und Besinnung im Advent wird von lauter Musik und grellen Lichtern verdrängt.

„Es ist paradox, viele Menschen jammern über die hektische, laute Vorweihnachtszeit, andererseits verzichten viele auf einen Feiertag. Die ursprüngliche Idee, des Ruhetages in der hektischen Adventzeit, wird durch wirtschaftliche Interessen mehr und mehr verdrängt“, so die Initiatoren des „Tu was! Kauf nix-Tages". Diese ist auf Facebook bereits ein Renner: Tausende haben sich dafür angemeldet, rund 1500 Mal wurde die Initiative von Organsiationen der Diözese St. Pölten bereits geteilt.

Kartenverteilaktion in der St. Pöltner Innenstadt

Die Katholische Jugend, die Katholische ArbeitnehmerInnen Bewegung, die Betriebsseelsorge und das SchülerInnenzentrum H2 machen daher am Tag vor dem Feiertag, dem 7. Dezember, mit einer Kartenverteilaktion in der St. Pöltner Innenstadt darauf aufmerksam, das der Feiertag besser genutzt werden kann als mit Einkaufen und Arbeiten. „Wir wollen ermutigen, den Feiertag anders zu nutzen als mit Konsum. Lassen wir Stress und Trubel hinter uns, feiern wir im Kreis von Familie und Freunden, backen wir unsere Lieblingskekse, machen wir einen ausgedehnten Spaziergang, genießen einfach die freie Zeit oder besuchen einen adventlichen Gottesdienst.“

Auch in einigen Einkaufzentren und vielen Pfarren wird mit Plakaten und Aktionskarten für den „Kauf nix-Tag“ hingewiesen.

"Denn Menschsein ist mehr als Kaufkraft", betonen die diözesanen Initiatoren. Sie wurden im Vorjahr übrigens massiv überrascht, dort schlug diese Aktion als Facebook-Geschichte hohe Wellen und brachte viel Zustimmung.