Erstellt am 13. Februar 2018, 09:40

von NÖN Redaktion

Jedes dritte Paar mit getrennten Finanzen. Österreich ist europarekordverdächtig: 39 Prozent der Paare verwalten laut einer Umfrage in 13 Ländern ihr Geld lieber getrennt.

Symbolbild  |  APA (dpa)

In Niederösterreich sind verheiratete wie unverheiratete Paare bei der Verwaltung ihres Geldes offenbar vorsichtig. Jedes dritte Paar, exakt 32 Prozent, führt ihre Finanzen nämlich lieber getrennt. Im Nachbarbundesland Oberösterreich wird das Prinzip der eigenständigen Kassen von Paaren noch häufiger vollzogen. Dort haben 50 Prozent der Paare getrennte Finanzen, das ist in Österreich der Höchstwert.

Im internationalen Vergleich sind die Österreicher bei ihrem Geld offenkundig besonders stark auf Eigenständigkeit aus. Denn im Österreichschnitt führen laut den von der IngDiBa zusammengestellten Umfrage immerhin 39 Prozent getrennte Finanzen. Österreich ist damit unter 13 verglichenen Ländern Europameister. In Deutschland praktizieren zum Vergleich 27 Prozent getrennte Kassen.

Die Umfrage der IngDiBa Austria ist Teil der ING International Survey, einer Studienserie der ING Group zu unterschiedlichen Themen. Diese wurde in Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien, Luxemburg, Niederlande, Österreich, Polen, Rumänien, Spanien, Türkei, und Tschechien durchgeführt.

Große Unterschiede je nach Bundesland

Selbst innerhalb von Österreich gibt es deutliche Unterschiede bei der Führung der Finanzen. Während in Oberösterreich die Hälfte aller Paare getrennte Finanzen hat, sind es beim Schlusslicht Burgenland nur 19 Prozent. In Vorarlberg legen 28 Prozent der Paare ihr Geld zusammen, dann folgt Niederösterreich mit den angeführten 32 Prozent.

In Kärnten wird in 34 Prozent der Fälle das Geld getrennt, in Salzburg in 37 Prozent. Über dem Österreich-Durchschnitt von 39 Prozent liegen Wien und die Steiermark (jeweils 42 Prozent). Tirol (46 Prozent) und eben Spitzenreiter Oberösterreich.