Erstellt am 11. Juli 2017, 01:14

von Anita Kiefer

Fokus auf den Osten. Das Wirtschaftsressort des Landes plant für die zweite Hälfte 2017 einen Exportschwerpunkt, bei dem die Länder Rumänien und Ungarn im Fokus stehen.

 |  NLK/Pfeiffer

Mit dem abgelaufenen Halbjahr 2017 in der NÖ-Wirtschaft ist Niederösterreichs Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav durchaus zufrieden. Denn: Wirtschaftswachstum – laut IHS wird NÖ für 2017 ein Wirtschaftswachstum von 2,5 Prozent prognostiziert –, Kaufkraft (NÖ ist das kaufkraftstärkste Bundesland Österreichs) und die Tourismuszahlen würden sich positiv entwickeln. Das Ziel von sieben Millionen Nächtigungen im Gesamtjahr sei bei den aktuell guten Zahlen „sehr, sehr greifbar“, betonte Bohuslav.

Rumänien und Ungarn als Schwerpunkte

Auch interne Indikatoren wie die Entwicklung der Förderlandschaft sieht Bohuslav positiv. So gab es von Jänner bis Juni 80 Finanzierungsprojekte, die bewilligt wurden, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es 60.

Für den Herbst kündigte Bohuslav zwei große Vorhaben an. Einerseits im Bezug auf den Export. Hier sollen nämlich die CEE-Märkte, also jene in Mittel- und Osteuropa, im Rahmen der Exporttätigkeiten im Herbst verstärkt bearbeitet werden. Konkret werde man Rumänien und Budapest in Ungarn einen Besuch abstatten, so die Wirtschaftslandesrätin. Auch dem deutschen Markt werde sich NÖ wieder intensiv widmen. Die offiziellen Exportzahlen zu 2016 sind übrigens noch nicht bekannt. „Mein Bauchgefühl sagt mir aber, dass wir auch 2016 die 20-Milliarden-Euro-Marke geknackt haben“, so Bohuslav.

Aktuell arbeitet das Wirtschaftsressort des Landes an der Planung des Hauses der Digitalisierung. Es soll Leuchtturmprojekt für den Digitalisierungsschwerpunkt des Landes werden. Details dazu sollen Ende des Jahres präsentiert werden.

Gerade was das Thema Digitalisierung angeht, sprach sich die VP-Wirtschaftslandesrätin bei ihrer Halbzeit-Bilanz 2017 sehr deutlich für flexible Arbeitszeiten aus. „Wenn man hier blockiert, wird es bald keine Arbeitsplätze mehr zum Schützen geben.“ Sie fordert daher „zurück an den Verhandlungstisch“ in Richtung Sozialpartner. Denn flexible Arbeitszeiten und ein funktionierendes Breitbandnetz seien die zwei Parameter, die es für eine erfolgreiche Wirtschaft in Zukunft brauche.