Erstellt am 17. April 2018, 01:43

von Teresa Sturm

Hoher Umsatz, schlechter Standort. Papierindustrie zieht positive Bilanz über 2017 und kritisiert hohe Energienebenkosten.

Österreichweit hat die Papierindustrie im vergangenen Jahr ihren Jahresumsatz auf vier Milliarden Euro gesteigert.  |  hxdyl/Shutterstock.com

Acht Papierfabriken produzierten im Jahr 2017 in Niederösterreich 990.518 Tonnen Papier. Dabei konnte laut Austropapier (Vereinigung der österreichischen Papierindustrie) ein Umsatz von 905 Millionen Euro erwirtschaftet werden (2016: 891 Millionen Euro).

Obwohl der gesteigerte Umsatz positiv ist, kritisiert Cord Prinzhorn, Vizepräsident des Branchenverbands Austropapier, die hohen Energienebenkosten in Österreich. Hier sehe man einen Standortnachteil, so Austropapier-Präsident Max Oberhummer von Sappi Austria. Denn vergleicht man eine Modellpapierfabrik in Österreich mit Deutschland, so würden durch andere Regelungen 25 Prozent mehr an Energiekosten anfallen.

Die EU wolle die CO 2 -Preise erhöhen, während in der österreichischen Klimastrategie ein CO 2 -Mindestpreis angedacht ist, so Prinzhorn. So fordert er die Bundesregierung zu Gegenmaßnahmen in Form einer vollständigen Kompensation der indirekten CO 2 -Kosten auf.