Frankenfels , Schwarzenbach an der Pielach

Erstellt am 17. April 2018, 05:26

von Nadja Straubinger

Zwei Forstunfälle in nur drei Tagen . Ein Todesopfer und einen Schwerverletzten forderten Forstarbeiten in Schwarzenbach und Weißenburggegend. Unwegsames Gelände forderte die Einsatzkräfte.

FF Frankenfels

Keine Zeit zum Verschnaufen hatten die Einsatzkräfte im Oberen Pielachtal in der Vorwoche. In nur drei Tagen mussten sie zu zwei Abstürzen ausrücken. Beide geschahen bei Forstarbeiten im unwegsamen Gelände und forderten ein Todesopfer und einen Schwerverletzten.

35-Jähriger erlag seinen Verletzungen 

Kurz vor elf Uhr schrillten letzten Donnerstag die Pager der Feuerwehren Schwarzenbach, Frankenfels, Weißenburg und Loich. Ein 35-jähriger Forstarbeiter aus Rumänien war aus ungeklärter Ursache im Felsgelände abgestürzt und in einer steilen Felsrinne nach etwa 20 Metern zum Liegen gekommen. Als die Schwarzenbacher und die Frankenfelser Wehr eintrafen, bahnte sich das Team des ASBÖ Frankenfels schon den Weg zum Verunfallten.

Die Besatzung des Rettungshubschraubers wurde abgeseilt. Die Einsatzkräfte begannen sofort mit der Reanimation, die aber erfolglos blieben. Mit Unterstützung der Feuerwehr und der Bergrettung wurde der 35-Jährige geborgen. „Er musste an eine Stelle gebracht werden, wo der Hubschrauber landen konnte“, berichtet der Kommandant der FF Frankenfels. Der Tote wurde vom Polizeihubschrauber ausgeflogen.

41-jähriger Einheimischer schwer verletzt

Schon am Samstag kam es zum nächsten schweren Unfall. Dieses Mal in der Weißenburggegend auf Frankenfelser Gemeindegebiet. Ein 41-Jähriger hatte gemeinsam mit zwei anderen Männern Schlägerungsarbeiten in der Weißenburggegend durchgeführt. Er befestigte den Baumstamm an einer Seilwinde und suchte sich einen sicheren Platz.

Über ihm löste sich ein Stein, beim Ausweichen dürfte er rund 50 Meter abgestürzt sein. Die Kameraden der Feuerwehren Frankenfels, Weißenburg und Schwarzenbach retteten den Verunfallten mit Leitern und einer Korbschleiftrage aus dem steilen Gelände. Der Verunfallte wurde vom ASBÖ Frankenfels versorgt und mit schweren Verletzungen an der Wirbelsäule ins Universitätsklinikum St. Pölten geflogen.