Erstellt am 09. Januar 2018, 04:18

von Lisa Röhrer

Seit 1968 wird in der Musikschule musiziert . Vor 50 Jahren begannen Laien, Jugendliche zu unterrichten. Heuer feiert Musikschule fünf Jahrzehnte.

Musikschulleiterin Anna Thalauer freut sich auf viele Aktivitäten im Jubiläums-Jahr.  |  NOEN, Werner Frech

1968 war, wenn man etwa an die Studenten-Bewegungen denkt, global gesehen, ein Jahr des Aufbruchs und der Proteste. In Ober-Grafendorf war es vor allem ein Jahr der Musik. Denn damals, vor 50 Jahren, wurde der Grundstein für den heutigen Musikschulverband Ober-Grafendorf-St. Margarethen-Bischofstetten gelegt. Auf Initiative von Hans Kral wurde in der Amtszeit von Bürgermeister Felix Iribauer der Musikförderungsverein als Rechtsträger für die Musikschule gegründet. Erster Direktor war der damalige Hauptschul-Lehrer Werner Reisinger.

1968: Neun Lehrer unterrichten 147 Schüler

Die musikpädagogische Ausbildung lag damals in den Händen von talentierten Laien, die nicht die Möglichkeit hatten, wie es heute üblich ist, an Musikuniversitäten oder Konservatorien zu studieren. Das tat aber der Qualität und dem Interesse keinen Abbruch – wie auch die Zahlen belegen: 1968 wurde die musikalische Ausbildung mit 147 Schülern und neun Lehrern gestartet, zehn Jahre später waren es bereits 249 Schüler und 14 Lehrer. Jenen gelang es mit Konsequenz und Wissen, immer mehr Ober-Grafendorfer dazu zubewegen, ein Instrument zu lernen.

Der Trend hält bis heute an. Seit 2015 wird die Musikschule Ober-Grafendorf schließlich gemeinsam mit St. Margarethen und Bischofstetten als Verband geführt. Die Leitung übernahm 2010 die St. Pöltnerin Anna Thallauer.

20 Lehrer in drei Gemeinden

Mittlerweile leisten 20 Lehrer in den drei Gemeinden ihren Beitrag dazu, die 289 Schüler nicht nur zu guten Musikern, sondern auch zu aufmerksamen Musikkonsumenten, kritischen Konzertbesucher und lebenslangen Musikliebhabern zu machen. Organisiert werden dafür etwa gemeinsame Auslandsfahrten sowie Musical-Aufführungen und zahlreiche Konzerte. „Die Schüler sollen zu aktiven Sängern und/oder Musikern für die Chöre und Orchester der Region ausgebildet werden und so der Nachwuchs für musikalisch aktive Vereine bereitgestellt werden“, so Thallauer.

Zum Proben haben sie in den Räumlichkeiten der Schule ausreichend Platz. Dort steht mittlerweile auch ein 100 Quadratmeter großer Orchesterraum für Proben von großen Gruppen, wie das Jugendorchester „JOMO“ oder die JugendVIELharmonie Mostviertel, zur Verfügung.