Rabenstein an der Pielach

Erstellt am 09. Januar 2018, 05:50

von Gila Wohlmann

„Abbruchhaus" wird auf Kosten des Besitzers abgerissen. Besitzer Leopold Gansch hat Projekt-Ideen in historischem Gebäude aufgegeben. Polizei sucht weiter nach dem Brandstifter.

Das historische Gebäude am Marktplatz 20 soll nun endgültig abgerissen werden. Die geplanten Projekte von Hausbesitzer Leopold Gansch sind damit hinfällig geworden.  |  NOEN, privat

Das leer stehende Haus im Ortszentrum, das von den Bürgern als „Abbruchhaus“ bezeichnet wird, wird seinem nun Namen gerecht: Ein Abbruchbescheid für das über 100 Jahre alte Gebäude, das in der Vorwoche in Flammen stand, soll erteilt werden.

Keine Unterstützung für geplante Projekte

Den für das Haus geplanten Projekten von Besitzer Leopold Gansch, nämlich der Einrichtung eines Wohnheimes für schwer erziehbare Jugendliche oder zur Unterbringung von Flüchtlingen, steht der Ortschef kritisch gegenüber: „Von mir aus gibt es keine Unterstützung für so ein Projekt“, sagt Kurt Wittmann.

Das hat auch Gansch mittlerweile eingesehen: „Das Gebäude wird auf meine Kosten abgerissen. Die von mir geplanten Projekte werden nicht umgesetzt. Das Haus ist zu zerstört und der Gegendruck von Teilen der Bevölkerung war zu stark. Es besteht meinerseits kein Interesse mehr. Das Grundstück wird zum Verkauf angeboten“, sagt jener auf NÖN-Nachfrage.

„Wir gehen weiter von Brandstiftung aus“

Bis das Gebäude tatsächlich geschleift wird, wird es eine Beschau durch einen Brandsachverständigen geben, auch die Kriminalisten werden noch einmal alles genau unter die Lupe nehmen, denn was hinter dem Flammen-Inferno steckte, ist nach wie vor ungeklärt. „Wir gehen weiter von Brandstiftung aus“, sagt Chefermittler Erich Rosenbaum. Das Landeskriminalamt bittet daher dringend um sachdienliche Hinweise zu den Brandstiftern. Diese werden auf jeder Polizeidienststelle entgegengenommen.

Der Ortschef ist froh, dass kein größerer Schaden entstanden ist: „Dass nicht mehr passiert ist, ist nur unseren perfekt funktionierenden Feuerwehren zu verdanken.“