Erstellt am 10. Januar 2018, 05:48

von Lisa-Maria Seidl und Marlene Trenker

Das erste Jahr im neuen Bezirk. Bürgermeister, Bezirkshauptmann und Regionsmanager sind sich einig: „Das hat alles sehr gut geklappt.“

Bezirkshauptmann Josef Kronister lobt Zusammenarbeit.  |  NÖN

Am 1. Jänner 2017, Punkt 0.00 Uhr und eine Sekunde, schlug nicht nur die Purkersdorfer Kirchenglocke, es wurde damit gleichzeitig auch ein neues politisches Zeitalter eingeläutet – zumindest, was den Bezirk St. Pölten-Land betrifft. Denn seither ist die Teilregion Purkersdorf mit von der Partie. Ein Jahr danach ist es an der Zeit ein kleines Resümee zu ziehen. Die NÖN sprach mit den „Geburtshelfern“ des erweiterten Bezirks St. Pölten-Land.

 |  NOEN

„Die Bürger haben von der Umstellung eigentlich nichts gemerkt. Das ist das größte Kompliment, das man uns machen hat können“, berichtet Bezirkshauptmann Josef Kronister von einem reibungslosen Übergang von Wien-Umgebung zu St. Pölten-Land. „Daran haben sehr viele Menschen einen großen Anteil, da vor allem die technische Umstellung unglaublich herausfordernd war. Und alles hat geklappt“, lobt Kronister.

Von den Bürgermeistern der Teilregion Purkersdorf hört er ebenfalls nur Gutes und von den Ortschefs des „alten“ Bezirks St. Pölten ebenfalls. „Es ist so, als wären die Neuen immer schon dabeigewesen“, so Kronister.

"Es ist alles perfekt gelaufen"

Die Eingliederung in den neuen Bezirk sieht auch Gablitz’ Bürgermeister Michael Cech in durchwegs positivem Licht: „Wir haben uns auch von der Bezirkshauptmannschaft Klosterneuburg schon gut betreut gefühlt, daher waren wir zu Anfang etwas unsicher. Es ist aber alles perfekt gelaufen.“ Auch dass Bezirkshauptmann Kronister bereits mehrmals in Gablitz zu Besuch war, freut Cech.

Die Kooperation mit der Bezirkshauptmannschaft St. Pölten und den einzelnen Abteilungen funktioniere gut. „Es ist eine Zusammenarbeit der kurzen Wege“, so Cech. Politisch hebt er die Bürgermeister-Konferenzen positiv hervor. „Es gibt eine enge Abstimmung mit der Gemeindevertretung und einen Erfahrungsaustausch.“

Großes Potenzial durch die Kleinregion

Seit einigen Monaten ist Michael Cech auch der erste Obmann der Kleinregion „Wir 5 im Wienerwald“. Zukünftig wünscht er sich auch deshalb mehr Zusammenarbeit mit den anderen Gemeinden. „Wir sind gerade dabei, einen Bauernmarkt für Gablitz auf die Beine zu stellen. Hier können wir sicher von anderen Gemeinden im Bezirk lernen“, führt Cech aus.

Cechs Obmannschaft bei der Kleinregion neigt sich aber demnächst dem Ende zu. „Nach diesen ersten Monaten haben wir eine Basis geschaffen, die es nun mit Leben zu erfüllen gilt“, meint Cech. Ein Arbeitsprogramm wurde erarbeitet, im Jänner wird über das neue Logo der Region entschieden. Man habe aus der Kleinregion „Troppberg“ gelernt. Diese sei „versandet“. „Wenn wir es schaffen, konkrete Projekte umzusetzen und die Bevölkerung mit einzubeziehen, dann können wir das als Erfolg verbuchen“, blickt Cech in die Zukunft.

Ähnlich sieht das auch Daniel Brüll vom Regionalmanagement, der sowohl die Gründung der Kleinregion als auch die Dorf- und Stadterneuerung im Teilbezirk Purkersdorf vorangetrieben hat. „2017 stand im Zeichen der Gründung, nun soll eine Phase der Arbeit folgen“, zeigt er sich über die Aktivitäten bisher zufrieden. Einziger Wermutstropfen sei die Nichtteilnahme Pressbaums an der Kleinregion. „Dafür ist Pressbaum aber bei der Dorf- und Stadterneuerung eingestiegen“, sieht Brüll die Entwicklung positiv.

 „Alles in allem hat sich am Ablauf nicht viel geändert“

Anfangs hat es geheißen, dass Mauerbach zum Bezirk Tulln kommen könnte – ehe die Gemeinde nach Intervention doch zu St. Pölten-Land kam. Bürgermeister Peter Buchner kann der Eingliederung seiner Gemeinde nach einem Jahr ebenfalls nur Positives abgewinnen. „Die Umstellung verlief reibungslos, die Zusammenarbeit funktioniert hervorragend“, berichtet er. „Alles in allem hat sich am Ablauf nicht viel geändert“, so Buchner. Was die Zukunft seiner Gemeinde im neuen Bezirk betrifft, hat er keine Erwartungen im Besonderen: „Ich denke, dass alles so bleibt, wie es ist, und hoffe, dass die Zusammenarbeit auch weiterhin so gut laufen wird.“

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