Erstellt am 25. Februar 2015, 05:25

von Andreas Fussi

Neues Berufsbild: Pilger-Begleitung. Lebens- und Sozialberater Florian Heumayer hat Pilgern zum Beruf gemacht.

Florian Heumayer.  |  NOEN, Andreas Fussi

Ein interessanter Vortrag steht am 3. März von 19 bis 20.30 Uhr in der Pfarre Schwechat auf dem Programm. Lebens- und Sozialberater Florian Heumayer informiert unter dem Titel „Wenn der Weg ruft!“ über Erfahrungen von Aufbruch, Sehnsucht, Unruhe und Ankommen beim Pilgern – im Kontext von Spiritualität und Sport.

Heumayer wanderte bereits acht Mal auf Pilgerwegen. Auf einer dieser Wanderungen kristallisierte sich auch sein Berufsweg heraus – statt der Kunsttherapie-Ausbildung entscheid er sich für Lebens- und Sozialberatung. Seine Erfahrungen gibt Heumayer nun auch als Pilgerbegleiter weiter. Heumayer: „Vor sechs Jahren bin ich das erste Mal den Jakobsweg gegangen und seitdem stellt der jährliche Pilgerweg (die Länge variiert zwischen 108 und 3.000 Kilometern) eine Säule meiner Arbeit dar.“

Loslassen, „nackt gehen“ und neu ordnen

Bei seinen Touren beobachtete er ein Dreiphasensystem: Es beginne beim Loslassen, führe weiter zum „emotional nackt gehen“, wo viele Blockaden im Kopf verschwinden und endet in einer Art Neuordnung. Unter diesen drei Phasen zählt er 16 Unterpunkte auf.

Am Pilgern Interessierte bekommen beim Vortrag viele ihrer Fragen beantwortet. Etwa wie es mit dem Essen ausschaut, ob es genügend medizinische Unterstützung gibt, welche Schuhe sind ideal? Er ermutige Interessierte, den ersten Schritt zu machen. „Der Weg fängt an, wenn man zu meinem Vortrag geht“, findet er.

Fernziel von Heumayer ist ein Buch zum Thema zu schreiben, aufbauend auf seine 2014 veröffentlichte Diplomarbeit.