Zwölfaxing

Erstellt am 07. Februar 2018, 03:51

von Nicole Frisch

Mieter für das alte FF-Haus gefunden. Mietvertrag mit dem Zwölfaxinger Christian Steinberger gilt ab März. Er will aus dem Gebäude einen Treffpunkt machen.

Das alte Feuerwehrhaus stand jahrelang leer. Nun soll es revitalisiert werden.  |  Andreas Fussi

Jahrelang stand das alte Feuerwehrhaus leer. Nun konnte der Mietvertrag mit dem Zwölfaxinger Christian Steinberger beschlossen werden. „Es hat mehrere Interessenten gegeben, allerdings war er der Einzige mit einem gastronomischen Konzept“, erläutert SP-Ortschefin Astrid Reiser die Entscheidung.

Dass sein Projekt von der Gemeinde befürwortet wird, freut den neuen Mieter. Er will aus dem alten Feuerwehrhaus einen „Treffpunkt für die Zwölfaxinger“ machen. Dafür hat Steinberger auch schon Pläne. In den nächsten Wochen muss er allerdings noch Gespräche mit diversen Behörden führen. Erst wenn diese sein Vorhaben absegnen, will er Konkreteres sagen.

"Den Mietvertrag haben sich zwei Juristen angeschaut“

Der Mietvertrag mit Steinberger gilt ab März. An diesem Vertrag übt VP-Gemeinderat Peter Kafka allerdings Kritik. So sei die Form des Vertrages für ihn als Juristen nicht nachvollziehbar. Unter anderem gebe es darin Wiederholungen, die nicht notwendig seien. Gemeinsam mit Juristen und Rechtsanwälten hätte ein besserer Vertrag aufgesetzt werden können, so Kafka. Reiser kann diese Kritik nicht nachvollziehen. „Den Mietvertrag haben sich zwei Juristen angeschaut“, betont sie.

Der Gemeinderat kritisiert weiters, dass ein Miet- und kein Pachtvertrag beschlossen wurde. „Ein Pachtvertrag wäre besser, da er eine Betriebspflicht beinhaltet“, unterstreicht Kafka. Und: „Die Gemeinde sollte daran interessiert sein, dass das Gebäude durchgehend gastronomisch genutzt wird.“ Reiser sieht darin „reine Oppositionspolitik“.

Der Vorstand, in dem auch zwei VP-Gemeinderäte vertreten sind, habe sich mehrere Monate lang damit beschäftigt und sich letztlich einstimmig für einen Mietvertrag entschieden. Dies wurde dem Gemeinderat empfohlen, der die Empfehlung auch annahm. Nur Kafka enthielt sich seiner Stimme: „Ich bin sehr wohl dafür, dass aus dem Gebäude etwas gemacht wird, aber dem Vertrag konnte ich nicht zustimmen.“