Erstellt am 17. April 2018, 03:00

von NÖN Redaktion

Alexander Punz kämpft "hart aber ehrlich". Alexander Punz aus St. Georgen/Leys ist Vize-Staatsmeister im K1-Kickboxen. Seine Motivation: „Die Ehrlichkeit im Ring.“

Treffer. Alexander Punz (r.) setzte im Kampf gegen Rocco Montana auf seine größte Waffe: Die Lowkicks.Vacano  |  Elena Vacano

Für die Mitglieder des Kampfsportvereins Fighting Arts Wieselburg ist es ein gewohnter Anblick: Alexander Punz (26) steht schwer atmend am Sandsack und lässt sein rechtes Schienbein gegen das Leder krachen. Der Bauingenieurs-Student aus St. Georgen/Leys kämpft seit zwei Jahren für die Wieselburger Kickboxer. Am vorvergangenen Wochenende feierte er mit dem Vize-Staatsmeistertitel im K1 den bisher größten Erfolg seiner Karriere.

K1 ist eine Wettkampfform des Kickboxens, bei der das Clinchen (Umklammern des Gegners) auf drei Sekunden beschränkt ist. Dadurch entstehen keine längeren Kampfpausen. Oder anderes gesagt: Beim K1 geht es Schlag auf Schlag. Bei der Staatsmeisterschaft in Wels trat Punz in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm an. Gekämpft wurde über zwei Mal zwei Minuten. Im Auftakt-Fight dominierte Punz seinen Villacher Gegner Rocco Montana und setzte seine größte Waffe ein: „Ich konnte 21 Lowkicks landen.“ Ein klarer Sieg nach Punkten war die Folge.

„Weniger optimal“ verlief für den St. Georgener die weitere Turnierplanung. Nur zehn Minuten nach seinem Auftakt-Sieg musste der 1,86-Meter-Mann für den Titelkampf in den Ring steigen – gegen einen stärkeren Kontrahenten. „Ich kassierte gleich in der ersten Runde mehrere Treffer“, erzählt Punz. „Mein Trainer warf deshalb das Handtuch.“ Das Resümee fällt trotzdem positiv aus: „Ich wollte Wettkampf-Erfahrung sammeln. Das ist mir gelungen. Kickboxen ist ein ehrlicher Sport: Wer besser kämpft, gewinnt.“