Göstling an der Ybbs

Erstellt am 13. Februar 2018, 04:00

von Christian Eplinger

Der große Tag für Kathi Gallhuber. Am Mittwoch um 2.15 Uhr startet die junge Göstlingerin in den Olympia-Slalom. Mama Michaela zittert in Pyeongchang vor Ort mit. und

Für Katharina Gallhuber hat das Abenteuer Olympia begonnen. Am Mittwoch um 2.15 Uhr morgens mitteleuropäischer Zeit wird es für sie ernst. Dann steht der erste Slalomdurchgang am Programm.  |  GP

Die Göstlinger Olypmiateilnehmerin Katharina Gallhuber ist am Donnerstag in Südkorea gelandet. Bei gefühlten minus 20 Grad. Der starke Wind macht die ohnehin tiefen Temperaturen noch kälter.

Doch die 20-jährige Göstlingerin zeigt sich davon unbeeindruckt und ist schon voll im Wettkampfmodus. „Gleich nach der Ankunft waren wir an den nächsten beiden Tagen auf der Piste. Die Bedingungen sind hervorragend“, freut sich Gallhuber.

Nach den ersten Schwüngen am Freitag stand dann am Samstag das erste Training an. Gallhuber hatte dabei ein gutes Gefühl. Noch mehr ist die Athletin vom Umfeld begeistert: „Für mich ist einfach vieles neu, aber ich fühle mich sehr wohl hier im Olympischen Dorf.“

Wegen des Rennens ist die Technikspezialistin noch nicht aufgeregt. In der Nacht von Faschingdienstag auf Aschermittwoch geht die Göstlingerin beim Slalom an den Start. Welche Chancen sie sich ausrechnet, davon will Gallhuber nichts wissen: „Ich werde einfach versuchen, Vollgas zu fahren. Alles andere ergibt sich von alleine. Es ist wie bei jedem Rennen alles möglich.“

„Sich mit den vielen anderen Sportlern auszutauschen, ist etwas ganz Besonderes.“Katharina Gallhuber

Ebenfalls ein Erlebnis für die junge Göstlingerin waren die Eröffnungsfeierlichkeiten, wobei die 20-Jährige gemeinsam mit dem österreichischen Team hinter Fahnenträgerin Anna Veith einmarschierte.

Doch nicht nur vom Umfeld und der Piste zeigte sich die junge Athletin bisher begeistert. „Sich mit so vielen anderen Sportlern auszutauschen, ist schon etwas Besonderes und gefällt mir“, fügt Katharina Gallhuber hinzu.

Auch Katharinas größter Fan ist in Pyeongchang vor Ort: Mama Michaela Gallhuber ist Freitag in Südkorea gelandet und fiebert natürlich nicht nur mit ihrer eigenen Tochter, sondern auch mit den anderen Österreichern mit. Gemeinsam mit der Mama von Katharina Liensberger und den Eltern von Bernadette Schild gehört sie zu den ganz intensiven Daumendrückern in rot-weiß-rot vor Ort.

Wie lange Michaela Gallhuber in Südkorea bleibt, hängt in erster Linie von ihrer Tochter ab. „Eigentlich hätte sie für Donnerstag einen Rückflug gebucht. Wenn aber wirklich alles gut läuft und Katharina auch im Teambewerb am 24. Februar an den Start geht, dann wird verlängert“, weiß Papa Günther Gallhuber, der zu Hause vor dem Bildschirm mit seiner Tochter mitfiebern wird.

Ganz Göstling drückt die Daumen

Erwartungen oder besonderen Druck machen die Gallhubers ihrer Tochter keinen. „Was passiert, passiert. Es ist schon so ein großer Erfolg für sie, dass sie sich in ihrer zweiten Weltcupsaison bereits für die Olympischen Spiele qualifiziert hat. Alles, was jetzt noch kommt, ist nur mehr eine Draufgabe“, sagt Papa Günther Gallhuber.

Dass ihr jedenfalls ganz Göstling die Daumen fest drückt, ist klar. So auch Göstlings Bürgermeister Fritz Fahrnberger, der sich selbst das Rennen am Mittwoch vor dem Fernsehen ansehen wird. „Sollte der erste Durchgang gut verlaufen und es vielleicht gar eine Chance auf eine Medaille geben, bin ich überzeugt, dass sich ein paar Göstlinger zum zweiten Durchgang treffen werden“, erklärte Fritz Fahrnberger.

Der erste Oylmpia-Höhepunkt für Katharina Gallhuber war die Eröffnungsfeier am vergangenen Freitag und der Einzug mit dem österreichischen Team hinter Fahnenträgerin Anna Veith. „Ein einmaliges Erlebnis“, schwärmt die 20-Jährige.  |  AFP/Andersen