Erstellt am 02. August 2017, 02:54

"All Gmünd Classics" sind einzigartig in Österreich.

Think big! Dieses Motto hatten sich die Organisatoren der „All Gmünd Lawn Classics“ von der 1. SVg Gmünd wohl für die heurige vierte Auflage des schon legendären Gmünder Nostalgie-Rasenturniers ausgedacht. Mit 70 Teilnehmern wuchs das Turnier heuer fast um die Hälfte. Gespielt wurde deshalb auf vier Plätzen anstatt wie bisher auf drei. Und schließlich gab’s in „Klein-Wimbledon“ auch noch ein bissl Center-Court-Feeling, wurden die Rasenplätze doch direkt vor der Tribüne angelegt.
Wegen der Regengüsse der Vorwoche wurde der Fußballplatz vor dem Klubheim, wo eigentlich gespielt werden sollte, zu tief. Also rückte man in die Mitte des Platzes. Diese Improvisation wird aber von Dauer sein, wie SVg-Sportleiter Christoph Vogl sagte: „Man kann von der Tribüne super zuschauen, außerdem haben wir vor dem Klubheim mehr Platz zum Einspielen. Das ist alles sehr gut angekommen.“
Überhaupt hat sich das Turnier einen Namen gemacht. Obwohl oder wahrscheinlich gerade weil Rasentennis in Österreich kaum gespielt werden kann – zwei permanent nutzbare Plätze gibt es nur in Kremsmünster (OÖ) –, sind die „All Gmünd Lawn Classics“ ein echter Magnet geworden. „Wir haben eine große Fangemeinde“, schildert Vogl. Spieler aus ganz Niederösterreich kommen in die Grenzstadt. Die ehemalige Weltklassespielerin Sylvia Plischke aus Tirol ist seit drei Jahren Stammgast. Außerdem war heuer das Ehepaar Taggr aus Lienz dabei. Stefan Taggr nahm auch eine Trophäe mit nach Osttirol.

Der 45+-Bundesligaspieler wurde von der Turnierleitung zum Tennisästheten gekürt. Die anderen Trophäen wurden im sportlichen Wettstreit ermittelt. Aufgrund der großen Teilnehmerzahl wurden zwei gleichwertige Turniere mit 86 Doppel-Partien gespielt. Zu Siegern kürten sich Jochen Lintner aus Waidhofen und Hans Ganter, die im Finale den Groß Gerungser Manuel Tüchler und Lukas Ledermüller 6:4 besiegten. Das andere Finale gewannen die Wiener Johann Graski und Thomas Prasch gegen Burchhart Markus (Paudorf) und Michael Vrtal (Stockerau).

„Es ist wirklich alles super gelaufen“, bilanziert Vogl. „Das Feedback der Spieler war gewaltig, die Plätze in Top-Zustand.“ Damit haben sich auch die unzähligen Arbeitsstunden im Vorfeld ausgezahlt. Die Verwandlung des Fußballplatzes in Tennisplätze nimmt gute zwei Monate in Anspruch. „Unkraut und Unebenheiten werden beseitigt, der Rasen gewalzt“, erklärt Vogl. „Danach müssen die Netze und Spielfeldumrandungen aufgebaut werden. Das ist sehr zeitintensiv.“ Aber es zahlt sich aus. Deshalb wurden schon jetzt die fünften „All Gmünd Lawn Classics“ für 2018 fixiert.