Pleißing

Erstellt am 06. Dezember 2017, 02:18

von Peter Sonnenberg

Dieter Preiß läuft Marathon unter Polarlicht. Der Pleißinger Dieter Preiß (40) nimmt im Jänner in Norwegen seinen nächsten Extrem-Marathon in Angriff: bei Dunkelheit, extremer Kälte und einem Naturphänomen.

Freut sich schon auf Norwegen. Der Pleißinger Dieter Preiß.  |  privat

Extreme Marathons sind die ganz große Leidenschaft des Pleißingers Dieter Preiß. Nach dem kältesten (Anm.: bei minus 32 Grad in Omsk), auf dem tiefsten See der Welt Baikalsee), dem tiefsten (700 Meter unter der Erde in einem Salzbergwerk) und auf dem höchsten Berg der Welt (Mount Everest) startet der 40-Jährige im Jänner sein nächstes Abenteuer: den nördlichsten der Welt, und zwar den Midnight Sun Marathon in Tromsö (Norwegen). Im NÖN-Gespräch erklärt er, warum er sich diese Tortur antut.

NÖN: Warum haben Sie sich diesmal für den Marathon in Tromsö entschieden? Was macht für Sie den Reiz dort aus?

Dieter Preiß: Der Reiz liegt auch sicherlich darin, dass es aufgrund der nördlichen Lage (Anm.: 69. Breitengrad) den ganzen Tag mehr oder weniger dunkel ist. Dies wollte ich einmal erleben. Zusätzlicher Reiz sind natürlich die Polarlichter, die wir mit etwas Glück auch bestaunen werden können. Nachdem ich bereits mehrere „Rekord-Marathons“ absolviert habe, ist dies nun wieder so ein spezieller Marathon.

"Vorbereitung ist eher auf den Wien-Marathon ausgerichtet"

Da es kaum Sonnenlicht gibt, wird durchgehend im Dunkeln ge laufen. Wird das für Sie eine Premiere? Wie bereitet man sich darauf vor?

Ich bin es durchaus gewohnt, in der Finsternis zu laufen. Bei meinen 24-Stunden-Läufen ist dies natürlich auch an der Tagesordnung. Mit Stirn lampe geht das recht gut. Zwar wird es temperaturtechnisch auch nur um die -15 Grad haben – aber auch das ist eher sekundär. Wichtig wird wieder das Schuhwerk sein, aber hier habe ich mit meinen Spike-Schuhen eine gute Ausrüstung.

Wie läuft Ihre Vorbereitung für Tromsö bzw. welchen Trainingsumfang absolvieren Sie?

Ich laufe derzeit ca. 70- 80 Kilometer in der Woche – die Vorbereitung ist aber eher auf den Wien-Marathon ausgerichtet und nicht so sehr auf Tromsö.

Gibt es dann für die Zukunft weitere Ziele bzw. Extremmarathons?

Auf meiner To-do-Liste steht der Nordpol-Marathon noch immer ganz oben. Dies scheitert aber leider (noch) an der Finanzierung, da wir hier von Projektkosten von ca. 20.000 Euro reden.