Erstellt am 15. November 2017, 02:55

von Cornelia Grotte

Sophie Grabner: „Teamspirit nie so erlebt“. Die Retzerin Sophie Grabner über ihr erstes Semester an der McNeese University in Louisiana (USA), ihre Verletzung, die Trainings und Vorbereitung auf das erste Rennen.

Sophie Grabner (links vorne) mit ihrem College-Team, den McNeese Cowgirls, beim ersten Heimrennen.  |  NOEN, privat

NÖN: Zuletzt laborierten Sie an einer Hüftverletzung. Wie geht es Ihrer Hüfte jetzt?

Sophie Grabner: Ich bin zurück im Training und ich kann wieder halbwegs problemlos trainieren. Leider blieb mir durch kleine Verletzungen ein Start in die Crosslauf-Saison verwehrt, aber es gibt keinen Grund, sich davon stressen zu lassen. Ich habe genug Zeit, in den nächsten drei Jahren gute Leistungen abzuliefern.

Wie läuft es beim Training?

Grabner: Wir arbeiten im Moment an meinem Aufbau für die Indoor-Saison, die im Jänner beginnt. Ich trainiere dafür eher für die Unterdistanz, sprich die Mittelstrecke, um Speed für die längeren Distanzen in Zukunft aufzubauen. Ich bekomme die bestmögliche Unterstützung von meinen Coaches. Wir trainieren täglich zwei Mal. Unser Training ist dabei optimal auf die Uni abgestimmt, sodass wir stressfrei trainieren und lernen können. Auch von medizinischer Seite haben wir unglaub liche Unterstützung. Um die hohen Trainingsbelastungen zu verkraften, können wir täglich Physiotherapie und Massage in Anspruch nehmen. Ich habe noch nie unter so professionellen Bedingungen trainiert. Trotz Trainingsrückständen durch meine Verletzung bin ich also sehr zuversichtlich.

Wann haben Sie denn Ihr erstes Rennen?

Grabner: Das wird voraussichtlich Anfang Jänner, nach den Feiertagen, in der Halle sein.

Wie gefällt es Ihnen grundsätzlich in den USA?

Grabner: Mir gefällt es unglaublich gut, was womöglich auch daran liegt, dass ich sehr schnell viele Freundschaften geschlossen habe. Ich liebe den CollegeLifestyle und bin mehr als glücklich, die nächsten Jahre in dieser Umgebung studieren zu dürfen.

Was läuft momentan gut beziehungsweise weniger gut?

Grabner: Ehrlich gesagt, war meine Verletzung bisher das Einzige, was nicht gut gelaufen ist. Vom Rest bin ich begeistert. Mein Team hier ist wie eine zweite Familie. Der Teamspirit im Training ist auch etwas, was ich noch nie in dieser Art erlebt habe und was mich sehr pusht.