Erstellt am 14. November 2017, 05:00

von Claus Stumpfer

Schmoll holt sich Titel bei ÖM zurück. Gansbachs Alina Schmoll sichert sich im Maturajahr den Titel der österreichischen Meisterin in der Allgemeinen Klasse.

Die Ganzbacherin Alina Schmoll holt sich bei den österreichischen Meisterschaften den Titel in der Allgemeinen Klasse zurück, und das in ihrem Maturajahr!  |  privat

Die Gansbacherin Alina Schmoll (18) verbesserte ihre Trainingsmöglichkeiten, als sie vor vier Jahren in das St. Pöltner SLZ/BORGL wechseltet und ihre Trainingsintensität so auf 20 Wochenstunden erhöhen konnte.

Die Turnerin hatte ihre Ausbildung bei Tamara Lukoyanova, dem Trainerinnen-Urgestein der Union St. Pölten, begonnen, ehe sie höchst erfolgreiche Ausflüge in den Karatesport unternahm. Der Wunsch, zurück in den spektakulären Turnsport zu gehen, war aber so groß, dass sie zuerst begleitet von Lukoyanova-Nachfolgerin Szimonetta Lehota in das LLZT St. Pölten und dann ins BORGL eintrat, um dort mit Ausbildungsleiterin Agnes Hodi ihre Anstrengungen zu intensivieren.

Bereits 2015 konnte sie sich in der Allgemeinen Klasse den österreichischen Meistertitel zum ersten Mal holen. Im Vorjahr musste sie diesen an eine Gänserndorferin abgeben, doch heuer in Mattersburg ging es sich wieder aus.

Verletzung machte Start lange fraglich

„Dabei war nicht klar, ob ich überhaupt an den Start gehen würde können“, berichtet Schmoll. Im Training hatte sie sich bei der Landung eines Doppelsaltos am Boden eine schmerzhafte Verletzung zugezogen. „Lange war nicht klar, ob und wie schnell ich das betroffene Knie wieder belasten durfte. Somit war auch die unmittelbare Vorbereitung nicht optimal.“ Umso mehr freuen sich auch ihre Betreuerinnen über den tollen Erfolg. „Alina ist eine echte Kämpfernatur“, bestätigt Lehota.

Der Staatsmeistertitel bei den Damen ging heuer auch an eine Niederösterreicherin. Die Marchfelderin Marlies Männersdorfer (20) verlegte vor zwei Jahren aufgrund der Trainingsbedingungen in NÖ ihren Trainingsmittelpunkt nach Vorarlberg und konnte damit ihre Möglichkeiten voll ausschöpfen. „Der Zugang zu einer Kunstturnhalle rund um die Uhr ist sicher eines der Kriterien, warum Marlies den Weg nach ganz oben geschafft hat“, freut sich Präsident Gerhard Beitl über den Erfolg der Niederösterreicherin, „auch wenn sie jetzt für Vorarlberg startet“.

Schmoll steht seit dem Frühjahr für ein ganzes Jahr übrigens keine Schnitzelgrube zur Verfügung, und auch sonst sind die Trainingsbedingungen in einer Ersatzhalle wegen dem Umbau im Sportzentrum NÖ für sie und ihre Kolleginnen vom Leistungszentrum in St. Pölten nicht optimal.