Erstellt am 14. November 2017, 01:46

von Claus Stumpfer

Staatsmeisterschaften: Kotrnetz erneut stark. Mit dem Vize-Staatsmeistertitel am Sprung setzt die Kastnerin Aufholjagd auf Vereinskollegin fort.

Jacqueline Kotrnetz wurde im Mehrkampf (im Bild der Bewerb am Balken) auch noch gute Siebente.  |  NOEN, Benedik

Während Selina Kickinger von der Union Böheimkirchen verletzungsbedingt noch in Wettkampfpause ist, hat Vereinskollegin Jacqueline Kotrnetz (17) ihre Aufholjagd erfolgreich fortgesetzt. Bei den 71. Staatsmeisterschaften konnte sich die Kastnerin trotz Verkühlung einen Titel sichern.

Am ersten Tag zeigte Kotrnetz eine solide Mehrkampfleistung, erreichte mit 42,050 Punkten sogar ein Top-10-Ergebnis — Rang sieben! Zusätzlich qualifizierte sie sich für die Finals am Sprung.

Verkühlung war kein Handicap

„In dieses startete sie am zweiten Tag sehr ruhig und konnte daher gute Sprünge abrufen“, lobt Tina Weinberger, Koordinatorin beim SLZ St. Pölten. Kotrnetz musste sich nur Serienstaatsmeisterin Mader aus Innsbruck geschlagen geben. „Ich war am Vortag der Anreise nicht einmal sicher, ob ich sie mit dieser Verkühlung an allen Geräten starten lassen kann, aber Jacqui wollte es unbedingt versuchen“, weiß Trainerin Agnes Hodi um die tolle Leistung ihrer Turnerin. „Dass sie am Sprung die größten Chancen hätte, das war uns schon klar, es ist derzeit eines ihrer stärksten Geräte.“

Einen weiteren Erfolg für das SLZ St. Pölten konnte die Gansbacherin Alina Schmoll (18) verbuchen. Die Turnerin der Union St. Pölten holte sich den Titel der österreichischen Meisterin in der Allgemeinen Klasse in ihrem Maturajahr zurück. Bereits 2015 hatte sie gewonnen.

Bei den SLZ-Turnern wird es noch eine Weile dauern, bis sie in den höchsten Wettkampfklassen ankommen, dennoch ist das Ergebnis des erst 10-jährigen Herzogenburgers Marcel Miedler bemerkenswert. Der Athlet der Union St. Pölten zeigte Kürübungen an allen sechs olympischen Geräten und erreichte in der Allgemeinen Klasse der Junioren (U 18) Rang acht. Klubkollege Martin Wolf kam beim Sprung unter die Top Fünf Österreichs.