Erstellt am 14. November 2017, 01:13

von Wolfgang Wallner

Viktoria Wolffhardt kämpfte sich zurück am Podest. Nach einem Kreuzbandriss kämpfte sich Kanutin Viktoria Wolffhardt (22) zurück in die Weltspitze.

Top: Viktoria Wolffhardt freut sich über die Auszeichnung Nachwuchssportlerin des Monats. Landesrätin Petra Bohuslav und Thomas Wild (NV) gratulieren.  |  NLK/Filzwieser

Vom Krankenbett zurück ins Wildwasser-Kanu: Die Tullnerin Viktoria Wolffhardt hat‘s geschafft. Noch im Winter hatten ihr die Ärzte prophezeit: „Du wirst heuer keine Canadier-Rennen fahren können.“ Schließlich wird in dieser Bootsklasse knieend gepaddelt.

Am 5. Jänner wurde die 22-Jährige operiert, kämpfte sich zurück – und fuhr ihre wohl beste Saison. Gekrönt von Silber bei der Weltmeisterschaft in Pau (Spanien).

"Das war richtig genial“

Gemeinsam mit der Höfleinerin Corinna Kuhnle und Lisa Leitner holte sie Rang zwei im Teambewerb hinter Deutschland und vor Australien. „Das war richtig genial“, erinnert sich Wolffhardt zurück. Nur eine winzige Berührung kostete Team-Gold. Als Zwölfte erreichte sie ihre beste Einzel-Platzierung mit dem Kajak, ehe sie durch eine strittige Jury-Entscheidung im Canadier das Finale 50 Strafsekunden aufgebrummt bekam. Die bereits fixe Finalqualifikation war damit dahin. „Ich konnte es gar nicht glauben“, ärgert sich die Tullnerin noch immer.

Freilich konnte sie sich am Ende „einer langen Saison mit Höhen und Tiefen, Tränen und Lachen“ mit dem sechsten Platz im Canadier-Gesamtweltcup trösten. Über den Winter gilt’s, „das Knie weiter zu stärken, damit ich wieder mehr im Canadier trainieren kann.“ Ihr Vorbild ist die praktisch gleich alte Australierin Jessica Fox: „Sie ist ein Jahrhunderttalent, konstant und ungemein stark im Kopf.“