Erstellt am 17. Februar 2017, 11:59

von Wolfgang Zarl

Erwin Pröll drückt NÖ-Pfarrern die Daumen. Fußball-EM der Priester ab 20. Februar in Kroatien. Pröll zu unseren NÖ-Lokalhelden: "Ich wünsche den Kickern des Priester-Nationalteams viel Freude und auch Begeisterung bei der Europameisterschaft in Kroatien"

Franz Richter (Pfarrer Krems-St. Veit), Landeshauptmann Erwin Pröll, Österreichs Kapitän Hans Wurzer (Pfarrer Ybbs), Sabinus Iweadighi (Pfarrer St. Pölten-Pottenbrunn)
 
 |  Wolfgang Zarl

Landeshauptmann Erwin Pröll zeigt sich als Fan der österreichischen Priesternationalmannschaft: „Die Priester-Fußball-EM leistet einen besonders wichtigen Beitrag zur Förderung der christlichen Gemeinschaft und Steigerung der Zusammengehörigkeit über alle Staats- und Kulturgrenzen hinaus. Sport ermöglicht Begegnungen zwischen den Menschen und fördert ein harmonisches Miteinander innerhalb einer Gemeinschaft. Ich wünsche den Kickern des Priester-Nationalteams viel Freude und auch Begeisterung bei der Europameisterschaft in Kroatien.“

Österreichs Priester trainieren für den Fußball-Europameisterschafts-Titel, das Turnier wird vom 20. bis 24. Februar im kroatischen Vukovar (bzw. in Osijek) ausgetragen. Zuletzt wurde in Ybbs geübt.

15 Nationen kicken um den Sieg

Team-Kapitän, Tormann und Pfarrer von Ybbs Hans Wurzer erinnert daran, dass die Wurzeln der Priester-EM in Kroatien liegen. Im damaligen Bürgerkriegsland spielte Österreich gegen Kroatien ein Benefzmatch vor 10.000 Zuschauern. Daraus entwickelte sich das Turnier. Das erste Turnier in der jetzigen Form wurde 2003 in Eisenstadt ausgetragen, berichtet Wurzer. Im Februar kicken 15 Nationen mit: von Kasachstan über Italien bis hin zu Weißrussland.

Im Vorjahr gewann Portugal vor Polen und Kroatien. "Diese Länder konnten auf einen riesigen Pool an jungen Priestern zurückgreifen und wurden professionell von einem Trainerstab betreut", so Wurzer. Aber auch er kann aus über 3600 österreichischen Priestern auswählen. Heuer, so Wurzer, gebe es fünf neue, junge Priester-Kicker, mit denen sich der Ybbser Pfarrer große Chancen auf einen Top-Platz ausrechnet. Verbesserungswürdig ist das Ergebnis vom Vorjahr auf jeden Falls, als die Österreicher Platz 10 erreichten.

"Zu sagen, Sport sei die Nebensache, stimmt nicht ganz. Natürlich wollen sich die Priester näher kennenlernen, gemeinsam feiern, auch ist der Aspekt der Völkerverständigung ganz wichtig. Aber Priester, die um einen Europameisterschaftstitel kämpfen, sind auch immer ehrgeizig", so der beliebte Seelsorger Hans Wurzer. "Wir haben bei den Turnier immer viel Spaß und da ist viel Lebensfreude zu spüren. Es kommen Priester aus ganz Europa zusammen und bringen ihre Traditionen mit. Alle Teams singen fröhlich ihre heimischen Lieder."

Dreifaches "Halleluja" als Motivationsschub

Um sich richtig zu motivieren, ruft das österreichische Team vor jedem Spiel ein ehrfurchtsvolles, kraftvolles, dreifaches "Halleluja". Die katholischen Geistlichen bekommen aber auch viel von den Gastgeber-Ländern zu sehen: So werden die Sehenswürdigkeiten und Wallfahrtsorte besucht und stimmungsvolle Gottesdienste gefeiert. Im Jahr 2015 richtete St. Pölten das Turnier aus.

Platzierungen und Teilnehmer 2016, diese Teams sind auch heuer wieder dabei: Platz 1: Portugal, 2. Polen, 3. Kroatien, 4. Bosnien, 5. Ungarn, 6. Weißrussland, 7. Slowakei, 8. Ukraine, 9. Rumänien, 10. Österreich, 11. Italien, 12. Montenegro, 13. Tschechien, 14. Kasachstan, 15. Slowenien.