Erstellt am 17. April 2018, 01:46

von Claus Stumpfer

Falken halten Klasse. Klassenerhalt mit vielen Eigenbauspielern und keinem Legionär. „Dieser Weg wird fortgesetzt“, sagt Obmann Kögl.

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Der Aufsteiger hatte schon vor dem Spiel den Klassenerhalt gesichert und steckt bereits in den Planungen für die nächste Saison, wohingegen die Falken aus den letzten drei Spielen noch einen Sieg benötigten, um das Abstiegsgespenst endgültig zu vertreiben. „Gewinnen wir, ist das Abstiegsgespenst gebannt, sonst bleibt für die letzten beiden Spiele Gänsehaut pur“, erklärte Obmann Kögl, was er nicht braucht. „Auf Letzteres kann ich gerne verzichten.“

Schließlich hat St. Pöltens nächster Gegner Trofaiach derzeit einen Lauf und Bärnbach ist ohnehin in Normalform derzeit kaum zu biegen.

Doch um 20:42 Uhr gab Obmann Kögl bei der St. Pöltner NÖN-Redaktion via Telefon Entwarnung: „Geschafft, wir bleiben oben“, jubelte er, dies mit einer extrem jungen Mannschaft und ohne Legionär vollbracht zu haben. Und er gab gleich ein Versprechen für die kommende Saison ab. „Das Team bleibt beisammen, wird nur punktuell verstärkt, falls der Spieler zu uns passt; definitiv verzichten wir weiter auf einen Ausländer“, meinte Kögl, ehe auch er sich zur ausgelassenen Siegerparty verabschiedet hat.

Wohlverdient, denn auch das Derby in Korneuburg war nichts für schwache Nerven. Obwohl die Gastgeber auf zwei angeschlagene Feldspieler verzichten mussten, hatten sie sie den besseren Start ins Spiel, lagen gleich 2:0 voran, dann 5:2 (4.), ein trefferreiches Spiel bahnte sich an.

Falken fanden immer besser ins Spiel

Doch die Falken fanden zusehends besser in die Partie und übernahmen das Kommando (13.). Mit einem Zwischenspurt bauten sie ihre Führung dann aufgrund krasser Deckungsfehler Korneuburgs sogar auf 15:10 aus. Auch zur Pause lagen die Falken komfortabel mit sechs Toren vorn. Peter Schildhammer drückte dem Spiel seinen Stempel auf, war einfach nicht zu halten und hatte am Ende sagenhafte 19 Treffer zu Buche stehen.

In Halbzeit zwei setzte die St. Pöltner dort fort, wo sie in der ersten aufgehört hatten. Gestützt auf eine gute Torhüterleistung von Mark Hübner, zogen sie auf 28:20 davon (38.). Pummer und Schafler auf Seiten Korneuburgs nahmen dann aber den Kampf an, der Vorsprung schmolz und betrug acht Minuten vor Schluss plötzlich nur mehr zwei Tore! Kögl und Co kamen ins Schwitzen, doch amEnde reichte es doch für die Falken. Somit stehen die Relegationsteilnehmer mit Trofaiach und Tirol bereits fest.

„Unsere Jung-Falken setzten unter der Führung von Coach Max Wagesreiter und Peter Schildhammer das heuer Gelernte perfekt um“, lobte auch Pressesprecher Thomas Zettel.

„Probleme haben wir noch bei Offensiv-Verteidigungen der Gegner, wie es die Korneuburger Finish praktiziert haben“, weiß Wagesreiter, der aber die Abwehr zusammenhielt, wenn er selbst am Feld stand, und das war diesmal die längste Zeit.

Es folgen nun zwei abschließende Heimspiele gegen ATV Trofaiach (20. April) und den Tabellenführer HSG Remus Bärnbach/Köflach.