Erstellt am 14. November 2017, 01:10

von Claus Stumpfer

Celo und Wieninger in den "Top Drei" der Welt. Neulengbachs Funda Celo und St. Pöltens Kristin Wieninger gehören nun auch offiziell zu den Besten in ihren Klassen.

Kristin Wieninger (l.) und Funda Celo sind absolute Weltklasse.  |  NOEN

Die Medaillen bei der Jugend-und Junioren-WM in Teneriffa (die NÖN berichtete) haben für die beiden Athletinnen von UKC Zen Tai Ryu HAK einen gewaltigen Sprung nach vorn gebracht. Kristin Wieninger (U 21) und Funda Celo (U 16) rangieren jetzt beide unter den Top Ten der Welt und nehmen aktuell den dritten Rang ein. „Das hat es in der rot-weiß-roten Sportgeschichte in der Kata bislang noch nicht gegeben“, ist UKC-Obmann Erhard Kellner stolz.

Celo drängt an die Spitze

Die Neulengbacherin Celo hat heuer nach einem intensiven und umfangreichen Sommertraining mit Seriensiegen bei den internationalen Herbstturnieren bereits gezeigt, dass sie ganz nach oben will. Die WM-Silbermedaille war erst der Anfang. Nun rangiert sie im World Ranking U 16 als beste Europäerin hinter Weltmeisterin Mirisa Ochuchi (Japan) und der US-Meisterin Zoe Meszaro auf Platz drei. Noch im November muss sie aus Altersgründen bei den Juniorinnen (U 18) starten, und ein spannendes Qualifikationsspiel für die kommenden Jugend-WM in der russischen Olympiastadt Sotchi beginnt.

Bei der St. Pöltnerin Kristin Wieninger verlief der Sommer völlig anders. Sie hatte den Grundwehrdienst beim österreichischen Bundesheer abzuleisten und konnte ihre WM-Vorbereitung erst Mitte August beginnen. Die Routine half der Heeressportlerin rechtzeitig Top-Form zu erreichen und mit Bronze erstmals aufs WM-Podest zu springen. Der aktuelle dritte Platz im World Ranking hinter Weltmeisterin Lidia Rodriguez Encabo (Spanien) und Europameisterin Dilara Bozan aus der Türkei — noch vor den sieggewohnten Asiatinnen — zeigt an, dass auch sie in der Weltspitze gelandet ist.

„Man hat uns jahrzehntelang weismachen wollen, es sei nicht möglich, im Kata-Bewerb ganz nach vorn zu kommen, aber unsere Ladies zeigen an, dass noch mehr möglich ist“, freut sich Kellner, der auch LZ-Cheftrainer ist, mit Blick auf die nächsten großen Aufgaben: „2018 gibt es wieder eine WM der allgemeinen Klasse!“