Erstellt am 19. April 2017, 05:40

von Manuel Burger

Trilogie hat mit Erfolg begonnen. St. Pölten hat die erste Hürde im Rennen um die Titelverteidigung genommen. Im Halbfinale wartet Mattersburg.

St. Pöltens Roman Jagsch (l.) war in Klagenfurt der beste Werfer seiner Mannschaft.  |  NOEN, Wolfgang Mayer

Geschafft! St. Pölten hat im Play-off-Viertelfinale der 2. Bundesliga auch das zweite Spiel gegen Kos gewonnen und steht im Halbfinale!

Die heimstarken Klagenfurter hatten im Grunddurchgang zu Hause überzeugt und acht ihrer zehn Partien gewonnen (u.a. auch gegen St. Pölten). Am Samstag scheiterten die Kärntner wie schon im ersten Aufeinandertreffen an der ausgezeichneten Defensivleistung der St. Pöltner. Mit Ausnahme des ersten Viertels.

In einer schwachen Anfangsphase (5:5 nach fünf Minuten) waren es die Gastgeber, die zuerst ihre Verkrampfung ablegten. In Minute zehn hatte Kos eine Sieben-Punkte-Führung in der Tasche (17:10) und hielt diese bis in Minute 13 (25:18). Während St. Pölten dann bis zur Halbzeitpause seine Punkte verdoppelte, gelangen Kos nur mehr sieben Zähler. St. Pölten hatte die Partie dank eines 23:12-Erfolgs im zweiten Abschnitt (Pöcksteiner erzielte sieben seiner neun Punkte) gedreht.

Führung war nicht mehr in Gefahr

Nach dem Seitenwechsel hielt St. Pölten den Gegner auf Distanz, näher als auf vier Punkte im dritten Viertel (50:46) und sechs in Abschnitt vier (58:52) sollten die Kärntner nicht mehr kommen. Ein 11:0-Lauf von Minute 32 bis 36 brachte schließlich die Entscheidung und eine 17-Punkte-Führung für die Niederösterreicher. Am Ende erdrückte die Zwölf-Mann-Rotation St. Pöltens (UBC-Headcoach Göttlicher: „Das hat sonst niemand in der Liga.“) die Sieben-Mann-Rotation der Kärntner. Überragend im zweiten Durchgang: Roman Jagsch mit vier erfolgreichen Dreiern.

In den anderen Viertelfinalduellen setzten sich ebenfalls die Favoriten durch, weshalb St. Pölten im Halbfinale auf „Lieblingsgegner“ Mattersburg trifft. In der Neuauflage des letztjährigen Finales ist der UBC Favorit. Die letzten acht Duelle entschied St. Pölten in der 2. Bundesliga für sich. „Sie haben sich von ihrer Schwächephase erholt und haben irrsinnig viel Routine“, so Göttlicher, der darauf setzt, dass die Athletik seiner Truppe den Ausschlag gibt. „Hoffentlich kommen viele Leute in die Halle. Die Burschen haben sich ein tolles Publikum verdient.“