Waidhofen an der Ybbs , Neuhofen an der Ybbs , Amstetten

Erstellt am 17. April 2018, 03:01

von Ingrid Vogl

Kromoser kollidierte mit Motorrad und fuhr auf Platz 2. Ein Begleitfahrzeug des Veranstalters wurde Christian Kromoser beim Halbmarathon in Linz zum Verhängnis. Trotz des Sturzes fuhr er als Zweiter aufs Podest.

Glück im Unglück. Prellungen, Schürfwunden und ein kaputter Anzug waren die Folgen von Christian Kromosers Kollision mit einem Begleitfahrzeug. Die Freude über Platz zwei in Linz war daher sehr gedämpft. Fotos: privat  |  privat (Collage NÖN)

Nach der Enttäuschung beim Europacup in Lagos, wo die Schienbeinmuskulatur Probleme bereitete und gute Ergebnisse verhinderte, hatte sich Christian Kromoser für den Halbmarathon in Linz viel vorgenommen und den Sieg im Visier.

Und es war dann auch der 25-jährige Waidhofner, der im Rennen von Beginn an die Akzente setzte. Bereits nach wenigen hundert Metern verschärfte er das Tempo und bildete nach dieser Attacke gemeinsam mit dem Burgenländer Johannes Hahnekamp und dem Schweizer Silvano Veraguth das Spitzentrio.

„Ich habe schnell gemerkt, dass die Schienbeine wieder schmerzen und habe mir daher schwer getan, die beiden abzuschütteln“, schilderte der Medizinstudent den Rennverlauf.

Schweizer Konkurrent flog in die Zuschauer...

Noch mehr Probleme als die schmerzenden Beine bereitete dem Mostviertler jedoch ein Begleitfahrzeug des Veranstalters. „Mit seinem amateurhaften Fahrverhalten hat uns der Motorradfahrer mehrmals im Rennen behindert und gefährdet. Wir haben ihm gesagt, dass wir mehr Abstand brauchen“, erklärte Kromoser.

Glück im Unglück. Prellungen, Schürfwunden und ein kaputter Anzug waren die Folgen von Christian Kromosers Kollision mit einem Begleitfahrzeug. Die Freude über Platz zwei in Linz war daher sehr gedämpft.  |  privat

Genützt hatte dies nichts, denn rund zwei Kilometer vor dem Ziel kam es in einer 90-Grad-Kurve zum Crash. „Ich habe versucht, die Kurve so eng wie möglich zu fahren, aber es ist sich nicht mehr ausgegangen. Ich bin mit 50 km/h seitlich ins Motorrad gekracht.“

Johannes Hahnekamp kam am Motorrad noch vorbei und sicherte sich ungefährdet den Sieg. Der hinter Kromoser fahrende Schweizer flog in die Zuschauer und fügte einer Frau eine Kopfverletzung zu.

Sowohl Kromoser als auch der Schweizer kamen glimpflich davon, konnten das Rennen fortsetzen und eroberten dank des großen Vorsprungs auf die Verfolger noch die Ränge zwei und drei. Der Ärger war bei Kromoser aber dennoch groß – zum einen wegen der geraubten Siegchance, zum anderen wegen der Reaktion der Veranstalter, denn Entschuldigung gab es keine.