Erstellt am 04. August 2017, 16:59

von Manuela Mayerhofer

Diesel trat aus: Feuerwehren im Umwelteinsatz. Am Freitag vormittag wurde die Freiwillige Feuerwehr Böheimkirchen zu einem Schadstoffeinsatz im Betriebsgebiet alarmiert.

"Was zuerst nach einem Routineeinsatz aussah, nahm aber beim Eintreffen an der Unglücksstelle eine andere Dimension an", erklärte Kommandant Leo Stiefsohn. 

Beim "Abschlauchen" eines Tankwagens auf einer Tankstelle im Betriebsgebiet waren auf Grund eines Schlauchbruches mehrere hunderte Liter Diesel ausgeronnen und verbreiteten sich am dortigen Platz beziehungsweise rannen in den nahegelegenen Grünstreifen.

500 Liter Diesel abgepumpt

Mittels Ölsperren und Ölbindemittel wurde versucht das weitere Eindringen von Diesel ins Erdreich zu verhindern. Weiters wurden auf Grund der unmittelbaren Gefährdung der Umwelt die Exekutive und die Bezirkshauptmannschaft St. Pölten als Wasserrechtsbehörde beigezogen.

Aus dem Manipulationsschacht der Tankstelle mussten rund 500 Liter ausgeronnener Diesel herausgepumpt werden. Dazu wurde auch der Schadstoffzug der FF St. Pölten angefordert.

"Diesel ist nicht so gefährlich, wie Benzin"

Seitens der BH wurde dann eine Fachfirma mit dem Abtragen von Erdreich des Grünstreifens beauftragt. Es stellte sich aber zum Glück heraus, dass durch das rasche und richtige Einschreiten der Feuerwehr nur geringe Mengen oberflächlich versickert waren.

"Eine Entzündungsgefahr durch die Hitze war nicht gegeben, Diesel ist nicht so gefährlich wie Benzin", so Stiefsohn.    

Nach zwei Stunden konnten die eingesetzten Feuerwehren Böheimkirchen und St. Pölten wieder einrücken.