St. Pölten

Erstellt am 09. Januar 2018, 05:36

von Daniel Lohninger

Ehemaliges Metro-Areal in St. Pölten wurde verkauft. Wiener Investorengruppe erhielt im Bieterverfahren den Zuschlag. Sie könnte hier 400 bis 500 Wohnungen errichten. Vorher muss aber umgewidmet werden.

Das Metro-Areal in der Wilhelm-Steingötter-Straße wurde um sechs Millionen Euro an eine Wiener Investorengruppe verkauft. 400 bis 500 neue Wohnungen könnten hier entstehen.  |  NOEN, Lisa Röhrer

In der Gerüchteküche brodelte es schon länger, jetzt ist alles unter Dach und Fach: Der alte Metro-Standort in der Wilhelm-Steingötter-Straße ist verkauft. Nachdem Mazda Mayer bereits im Vorjahr die Logistikhalle mit angrenzendem Areal erworben hatte, sind jetzt auch die verbleibenden 22.000 Quadratmeter weg.

Sechs Millionen für Areal

Das bestätigt ein Metro-Sprecher auf NÖN-Anfrage. Wer neuer Besitzer der Liegenschaft ist, will Metro aus rechtlichen Gründen nicht sagen. NÖN-Recherchen ergaben, dass eine Wiener Investorengruppe mit Sitz im ersten Bezirk den Zuschlag für die begehrte Fläche erhielt. Laut Kaufvertrag legte sie dafür sechs Millionen Euro auf den Tisch. Sie könnte hier eine Wohnanlage mit 400 bis 500 Wohnungen bauen.

Standort weist ein hohes Potenzial für eine Wohn-Nachnutzung auf

Um hier überhaupt einen Wohnbau errichten zu können, muss das Areal aber von Bauland-Betriebsgebiet auf Bauland-Wohngebiet umgewidmet werden. Aus Sicht der Stadt spricht dagegen nichts, wie Stadtplaner Jens de Buck betont, die Umwidmung wäre sogar im Sinne der Stadtentwicklung: „Der Standort weist ein hohes Potenzial für eine Wohn-Nachnutzung auf“, meint de Buck.

Zeitplan für die Umsetzung ist derzeit ungewiss

Das sieht auch Bürgermeister Matthias Stadler (SP) so, der bereits bei der Präsentation der Pläne für den neuen Metro-Markt in der Stattersdorfer Hauptstraße eine künftige Wohn-Nutzung favorisiert hatte: „Gemeinsam mit der Entwicklung der Glanzstadt und den WWE-Gründen entsteht hier ein moderner Stadtteil mit bester Lebensqualität.“ Kindergarten, Schule, unzählige Einkaufsmöglichkeiten im Traisenpark und Traisencenter, das Seen-Erlebnis sowie Universitätsklinikum und Fachhochschule seien in unmittelbarer Nähe, die Öffi-Anbindung optimal.

Der Zeitplan für die Umsetzung ist derzeit ungewiss. Gewiss ist, dass der neue Eigentümer laut Kaufvertrag in den nächsten drei Jahren den Markt abreißen muss. Das Umwidmungsverfahren könnte die Stadt noch heuer einleiten.