St. Pölten

Erstellt am 17. Mai 2017, 09:48

von Redaktion noen.at

Spatenstich für Neubau der RK-Bezirksstelle St. Pölten. Nach intensiven Vorbereitungen und Planungsarbeiten erfolgte am Dienstag der Spatenstich für die neue Bezirksstelle St. Pölten des Roten Kreuzes.

Spatenstich für die Bezirksstelle St. Pölten des Roten Kreuzes mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner und zahlreichen Ehrengästen.  |  NLK Pfeiffer

Vor Ort waren Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Landesrat Maurice Androsch, St. Pöltens Bürgermeister Matthias Stadler, Rotkreuz-Präsident General Josef Schmoll und Bezirksstellenleiter Werner Schlögl.

LH Mikl-Leitner: „Gute und wichtige Investition“

„Heute ist ein ganz besonderer Tag, weil wir gemeinsam den Spaten stechen für die neue Bezirksstelle des Roten Kreuzes St. Pölten“, führte Landeshauptfrau Mikl-Leitner aus, dass das alte Gebäude zu wenig Platz und Raum biete, dieses nicht behindertengerecht sei und es zu wenig Parkplätze gebe.

Der Neubau sei daher „eine gute und wichtige Investition“, betonte Mikl-Leitner, dass man damit die Professionalität des Roten Kreuzes unterstreichen wolle. „Das Rote Kreuz leistet Unglaubliches, wenn es darum geht, Patienten zu helfen und sie von A nach B zu bringen“, sagte Mikl-Leitner, dass das nicht nur in St. Pölten und den 20 Betreuungsgemeinden so sei, sondern in ganz Niederösterreich.

Es seien 2,9 Millionen Stunden, die Jahr für Jahr vom Roten Kreuz in Niederösterreich geleistet werden, 38,8 Millionen Kilometer würden jedes Jahr zurückgelegt werden – „das entspricht 54 Mal dem Weg von der Erde zum Mond und retour“, so Mikl-Leitner. Allein die Bezirksstelle St. Pölten habe 2016 47.930 Ausfahrten verzeichnet, das seien 131 Ausfahrten pro Tag. „Das unterstreicht die Wichtigkeit des Roten Kreuzes und des Neubaus“, so die Landeshauptfrau.

Das Rote Kreuz sei getragen von Menschen, „die Tag für Tag Leistung erbringen, Verantwortung übernehmen und mehr tun als ihre Pflicht“. Dass heute alle Blaulichtorganisationen vertreten seien, zeige „die enge Allianz zwischen all diesen Blaulichtorganisationen“, sagte Mikl-Leitner, dass diese „für Sicherheit in allen Lebenslagen der Bevölkerung stehen“.

Schmoll: „Durchdacht, zukunftsträchtig und modern“

Niederösterreich sei das Land der Ehrenamtlichen. „Das Rote Kreuz ist mit dabei, junge Menschen zu motivieren, sich ehrenamtlich zu engagieren“, führte Mikl-Leitner aus, dass das Rote Kreuz niederösterreichweit über 17.000 Freiwillige und die Bezirksstelle St. Pölten 850 freiwillige Mitglieder habe. Die Landeshauptfrau sagte „ein großes Danke“ für die Zusammenarbeit und bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Roten Kreuzes für ihre Leistungen.

Bürgermeister Stadler sprach von einem „Freudentag für die Stadt St. Pölten“. Das Rote Kreuz sei in dieser Form schon seit über 100 Jahren in St. Pölten tätig. 1905 habe es die ersten Einsätze als selbstständiger Verein – aus der Feuerwehr hervorgegangen – gegeben. Das Rote Kreuz St. Pölten sei immer wieder in ein bestehendes Gebäude eingezogen und habe dieses erweitert, zum ersten Mal werde es nun einen kompletten Neubau geben. Stadler bedankte sich „bei allen Verantwortlichen, dass dieser Schritt gewagt worden ist“.

Dass dieses Projekt gemeinsam finanziert werde, sei „eine Partnerschaft im Sinne der Versorgung der Bevölkerung“, führte Stadler aus, dass die Einstimmigkeit in den Gemeinden für dieses Projekt „ein beachtlicher Schritt“ sei. Es sei nicht so einfach in St. Pölten einen zentralen Platz zu finden, bedankte sich Stadler bei der Firma Voith, dass diese das Grundstück zu diesem Preis angeboten habe.

Präsident Schmoll führte aus, dass die Anforderungen an das Rote Kreuz im Laufe der Zeit gestiegen seien. Bezirksstellenleiter Schlögl und sein Vorgänger Bezirkshauptmann Josef Kronister hätten vorausschauend gesagt, dass man einen Neubau brauche.

„Es ist der erste Neubau der Bezirksstelle des Roten Kreuzes St. Pölten. Nach fünfjähriger Planungsphase ist der Bau durchdacht, zukunftsträchtig und modern“, so Schmoll. Er bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die vielen freiwilligen Stunden, bei Landeshauptfrau Mikl-Leitner für die rasche Zusage der Finanzierung und bei den Bürgermeistern der 20 Betreuungsgemeinden. „Es ist nicht selbstverständlich, dass ein Projekt mit dieser Einstimmigkeit beschlossen wird“, betonte Schmoll und wünschte dem Neubau alles Gute.

„Ehrenamt braucht Rahmenbedingungen“, sagte Bezirksstellenleiter Schlögl und führte weiters aus, dass diese mit dem neuen Haus geschaffen werden. Vor fünf Jahren sei der Startschuss für die Planungen erfolgt.  An der alten Bezirksstelle habe man zu wenig Platz, es gebe keine zeitgemäßen Sanitär- und Schlafmöglichkeiten, zu wenig Schulungsräume und keine Barrierefreiheit. Das einzig sinnvolle sei der Neubau.

Schlögl bedankte sich beim Architektenbüro Shebl & Partner „für die gute Zusammenarbeit und das freundschaftliche Verhältnis, das entstanden ist“. Finanziert werde das Projekt durch eine Drittelfinanzierung von Land, Gemeinden und Rotem Kreuz, bedankte sich Schlögl bei Landeshauptfrau Mikl-Leitner und den Bürgermeistern der Betreuungsgemeinden „für die gute Partnerschaft und das Bekenntnis zum Roten Kreuz“.