Erstellt am 20. April 2017, 18:17

von Mario Kern

Kein "altes Eisen": Mit 71 Jahren am Rallycross-Steuer. PS-Fan Himmelstein nimmt an Meisterschaftsrennen teil, die Motorradfreunde-Obmannschaft hat er aber zurückgelegt.

Der St. Pöltner PS-Veteran Karl Heinz Himmelstein gibt am 23. April in Melk ordentlich Gas.  |  NOEN, privat

Nach 35 Jahren Pause sitzt Karl Heinz Himmelstein erneut hinter dem Lenkrad eines Rallycross-Autos. In jungen Jahren war der St. Pöltner Pensionist zweifacher Vizestaatsmeister in der Zwei-Liter-Klasse – am 23. April tritt Himmelstein im Zuge der österreichischen und tschechischen Rallycross-Meisterschaft am
Wachauring in Melk an.

„Ich will den Jüngeren beweisen, dass die reifere Generation nicht automatisch zum alten Eisen gehört.“

„Ich rechne nicht damit, dass ich das Rennen gewinnen werde“, betont der rüstige Auto-Fan. „Ich will aber den Jüngeren beweisen, dass die reifere Generation nicht automatisch zum alten Eisen gehört.“ Beim Besuch eines Rennens im Vorjahr hatte der 71-Jährige nämlich genau das vernommen. Das wollte der St. Pöltner nicht auf sich sitzen lassen, hat sich von Staatsmeister Manfred Afflenzer beim Autokauf beraten lassen und mit seinem Wagen auf drei verschiedenen Rennstrecken trainiert. Am Wachauring wird Himmelstein mit einem 1600-Kubikzentimeter-Boliden gegen 37 weitere Starter antreten.

2017 ist für den St. Pöltner auch in anderer Hinsicht ein bewegendes Jahr: Nach 18 Jahren legte der Gründer der St. Pöltner Motorradfreunde die Leitung in jüngere Hände. Neuer Obmann ist Gerhard Leitgeb. Himmelstein wird als frischgebackenes Ehrenmitglied weiterhin mithelfen.

Der Motorradtreff fällt heuer aus, dafür wird Karl Heinz Himmelstein am 16. Juli eine Benefizfahrt veranstalten. Der Erlös kommt dem zwölfjährigen Marcel Huber zugute, der an Muskelschwäche leidet.